Monthly Archives: September 2010

The Sky has a limit

Nun denn, das Leben mit Sky ist kein leichtes. Darüber habe ich in meinem privaten Refugium schon zur Genüge geschrieben. Auch der eine oder andere Bloggerkollege kann ein trauriges Lied darüber singen, wie es ist mit Sky zu leben und sich damit auseinandersetzen zu müssen. Nun hat Sky es geschafft, Kai Pahl aka dogfood, dermaßen auf die Palme zu bringen, dass er seinen äußerst bekannten und hoch geschätzten Blog „Allesaußersport“ (AAS) auf Eis gelegt hat. Mittlerweile scheint sich Sky direkt an dogfood gewandt zu haben und ihm ein Entgegenkommen signalisiert, doch die negative Publicity, die von dem Ganzen ausgeht ist wieder einmal verheerend für Sky. Jeden Tag berichtet dogfood über Sport und vor allem über das Thema Sport im TV. Über Jahre hat er mehr oder weniger kostenlose Werbung für Sky/Premiere gemacht, indem er die Leute darüber informiert, was man alles bei Sky zu sehen bekommt (natürlich gibt es da sehr viel mehr zu lesen). Als Dank gibt es einen Tritt in den Allerwertesten. Dabei steht der Umgang mit dogfood nur stellvertretend für den Umgang von Sky mit seinen Kunden. Glücklicherweise ist AAS die Meinungsmacht in seinem Rücken, die dafür gesorgt hat, dass sich die Sky Pressestelle der Sache angenommen hat.

Dabei werden laut dogfood zwei große Probleme sichtbar. Der unzureichende Kundenservice, der dazu führt, dass man sich häufiger mal veräppelt vorkommt. Als ich letztes Jahr Sky bestellt habe, musste ich 40 Tage auf Receiver und Smartcard warten. In dieser Zeit habe ich drei verschiedene Aussagen erhalten, warum die Sachen nicht geliefert wurden. Bis heute beharrt Sky darauf, dass mein Receiver schon nach einer Woche an mich geschickt worden wäre, ich ihn aber als defekt reklamiert hätte und er wieder zurückgeschickt wurde. Wahrscheinlich habe ich einen Zwillingsbruder, von dem ich nix weiß. Zurück zum Thema: Neben der offensichtlichen Tatsache, dass nicht alle Kundenservice-Mitarbeiter über den selben Kenntnisstand verfügen, scheint Sky das Wort Kulanz nicht wirklich zu kennen. Manchmal würde es schon reichen, wenn man dem Kunden gegenüber signalisiert, dass man die eigenen Fehler einsieht und sich um ein bißchen Schadensbegrenzung bemüht.

Ein weiteres Problem scheint die mittlerweile unübersichtliche Struktur an Paketen, Rabatten und Verträgen zu sein. Mittlerweile vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine neue Rabattaktion oder ein neues Bundle auf den Markt geworfen wird. Das verzweifelte Strampeln wird immer hektischer, so zumindest mein Eindruck. Dies überfordert offensichtlich den Kundenservice zusätzlich. Ich hoffe, dass dogfood sich schnell wieder berappelt und AAS bald wieder auf Sendung ist.

Zum Abschluss möchte ich noch einen sehr informativen und zutreffenden Beitrag von RealityCheck empfehlen, der sich vor ein paar Tagen Gedanken darüber gemacht hat, wie man Sky für Kunden attraktiver gestalten könnte, ohne dabei alles neu machen zu müssen.

Lackmus-Test

Vor dem Spiel gegen die Bayern am kommenden Samstag werden die Personalsorgen nicht kleiner. Vorne fehlt uns Claudio Pizarro immer noch aufgrund seiner im Spiel gegen Köln erlittenen Muskelverletzung. Doch sein Ausfall lässt mich noch einigermaßen unbeeindruckt, da ich unsere Offensive für stark genug halte, auch ohne Pizarro für Tore zu sorgen.

Hinten hingegen fällt neben Naldo nun auch Per Mertesacker aus. Im gestrigen Spiel der EM-Qualifikation rammte ihm sein Gegenspieler Dzavadov bei einem Kopfballduell den Ellenbogen ins Gesicht und Per muss ausgewechselt werden. Die Diagnose lautet: Bruch des Augenhöhlenbodens. Merte fällt mindestens für die nächsten beiden Pflichtspiele gegen die Bayern und in der CL gegen Tottenham aus.

Damit wird es hinten sehr eng. Entweder Schaaf lässt hinten Prödl und Pasanen in der IV ran und stellt Silvestre auf links. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Schaaf evtl. Silvestre als IV aufbietet und dann daneben entweder Pasanen oder Prödl auflaufen lässt. Auf jeden Fall ist es nun die Chance für die zweite Garde in der IV sich zu beweisen und dies auf allerhöchstem Niveau. Geht es schief, höre ich schon das Gejaule, dass die Mannschaft nicht in allen Bereichen doppelt besetzt ist. Schließlich brauchen wir einen Kader von 22 völlig gleichwertigen Spielern und wenn einer ausfällt, darf das keine Auswirkungen haben.

Mal sehen, was die Mannschaft und vor allem die „Notabwehr“ am Samstag und am nächsten Mittwoch daraus machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Spiele positiv gestalten können, zumal weder die Bayern noch Tottenham jetzt in einer Form sind, die einem Angst einjagt. Unseren bayerischen Freunde haben selbst Probleme in der IV und vorne ist man noch weit von der Form der letzten Rückrunde entfernt. Tottenham ist in der Liga mittelprächtig gestartet und hat am letzten Spieltag ein 0:1 gegen Wigan an der heimischen White Hart Lane hinnehmen müssen.

Mertesacker – Bruch des Augenhöhlenbodens

Schlechte Nachrichten! Während des gestrigen Länderspiels zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Aserbaidschan zog sich Per Mertesacker einen Bruch des Augenhöhlenbodens zu. Er fällt verletzt aus! Supi, und das natürlich vor dem Bundesliga-Schlagerspiel gegen Bayern München. Echt zum K****n.

Training ohne Piza

Es ist wieder soweit. Werder spielt in wenigen Tagen gegen den Erzrivalen FC Bayern München. Ein besonderes Spiel, weil die Bayern ja bekanntlich immer das Maß der Dinge sein wollen und zumindest in den letzten Jahren auch waren – wenn wir mal ehrlich sind. Ein Sieg macht da besonders Spaß. Und ausgerechnet jetzt fehlen Werder acht Spieler, die sich mit ihren jeweiligen Nationalteams auf Reisen befinden. Leider fehlt auch Claudio Pizarro! Wie man hört, leidet er an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Da kann man nur hoffen, dass er bis zum Spiel gegen München wieder auflaufen kann. Denn einen wie „Piza“  braucht man gegen einen solchen starken Gegner wie die Luft zum Atmen!

Coming back

Der Artikel fängt mit einem Geständnis an: Ja, ich bin Fan der englischen Nationalmannschaft. Das hat unter anderem damit zu tun, dass ich Halb-Engländer bin, nur falls man mir mangelnden Patriotismus vorwerfen möchte. Es ist eine schwierige Beziehung zwischen den Three Lions und mir. Bisher hat die Mannschaft noch bei jedem Großturnier (sofern sie qualifiziert war) jedesmal für eine herbe Enttäuschung gesorgt.

Die vergangene WM bildet da keine Ausnahme. Das 1:4 gegen Deutschland im Achtelfinale war nur das Tüpfelchen auf dem i eines völlig verhunzten Auftritts der englischen Nationalmannschaft. Schon in der Vorrunde waren die Auftritte gegen die USA, Algerien und Slowenien alles andere als mitreißend. Dabei hatte man eine gute WM-Quali gespielt und berechtigte Hoffnungen, dass Capello dem Team für die WM einen Schub geben könnte. Doch während des Turniers zeigte sich die altbekannte Ideen- und Leidenschaftslosigkeit, die in den letzten Jahren kennzeichnend für die Three Lions geworden ist.

Dabei gelingt es vor allem den Top-Stars nicht, die Leistungen, die sie wöchentlich für ihre Vereine auf den Platz bringen, abzurufen. Ein Frank Lampard, der für Chelsea in der abgelaufenen Saison 22 Tore erzielen konnte, war nicht mehr als ein Mitläufer und konnte keine Akzente setzen. Auch ein Gerrard und ein Rooney blieben über weite Strecken blass. Vor allem Lampard und Gerrard scheinen zusammen auf dem Platz einfach nicht miteinander zu funktionieren, dies ist nicht erst seit dieser WM offensichtlich. Leider konnte Capello hier den gordischen Knoten nicht durchschlagen.

Nun kommt die Qualifikation zur EM 2012 in Polen und der Ukraine. England trifft hier in Gruppe G auf Bulgarien, Montenegro, die Schweiz und den Nachbarn Wales. Sicherlich keine Todesgruppe, aber auch kein Spaziergang für die Three Lions. Das Team tritt im Vergleich zur WM kaum verändert an. Eigentlich hatte ich erwartet, dass Capello nach dem erfolglosen einen Schnitt macht und versucht, das Team zu verjüngen. Dies wäre vor allem auch für die Fans ein Zeichen des Aufbruchs gewesen. Nun bleibt dieser Schnitt aus und ein Großteil der WM-Fahrer wird sich die Zuneigung der Fans wieder hart erarbeiten müssen. Ganz haarig wird es auf der Torhüter-Position. Während Joe Hart von ManCity sich als neue Nummer eins herauskristallisiert, hat Capello Schwierigkeiten, darüber hinaus noch fähiges Personal aufzustellen. Da Ben Foster und Scott Carson in der Vorbereitung auf das erste Quali-Spiel angeschlagen waren, musste der fünfte(!) Keeper von Arsenal, James Shea, ins Team berufen werden. Ich glaube, das Problem mit den Torhütern wird sich nicht mehr lösen lassen, eher friert die Hölle zu.

Am Samstag geht es in Wembley gegen Bulgarien los. Zu Bulgarien kann ich relativ wenig sagen. In Abwesenheit von Dimitar Berbatov ist Martin Petrov noch einer der bekannteren Namen, der einst für den VfL Wolfsburg spielte. Doch genau das macht das Spiel auch gefährlich für die Engländer, da man Gefahr läuft, einen solchen Gegner nur allzu schnell auf die leichte Schulter zu nehmen. Hier gilt es, gleich ein Ausrufezeichen zu setzen und vor allem engagiert und leidenschaftlich zu Werke zu gehen.

Nächsten Dienstag ist England dann in der Schweiz zu Gast. Die Schweiz konnte als einziges Team bei der WM die Spanier bezwingen. Mit 1:0 konnten die Schweizer das erste Gruppenspiel gegen die Iberer für sich entscheiden. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Honduras wurde das größte Manko der Schweizer deutlich: die fehlende Kreativität. Die Eidgenossen mussten das Spiel gegen tiefstehende Mittelamerikaner selbst machen und kamen über ein 0:0 nicht hinaus. Der Star der Schweiz sitzt auf der Bank und heißt Ottmar Hitzfeld. Hier in Deutschland braucht man sicherlich nicht mehr viele Worte über Hitzfeld verlieren. Die Schweizer sind nominell sicherlich der stärkste Gegner der Engländer. Also, ich bin gespannt, was bei den beiden Spielen für England rausspringt.

Come on England!