Lauerstellung

Wahrscheinlich wird das hier kein wirklich kohärenter Beitrag, aber ich schreibe einfach mal drauf los. 🙂

Wolfsburg kam mit einem frischen 1:6 aus München ins Bremer Weserstadion und konnte trotz einer allenfalls mittelmäßigen Leistung locker und verdient gewinnen. Das 0:1 fiel immerhin erst nach 13 Minuten, so lange konnte die Mannschaft im Duell um den 13. Platz mithalten. Das erste Gegentor ist quasi schon Standard: ein tiefer Pass auf Arnold, De Bruyne guckt nur hinterher und schon hat Arnold den Platz, um zehn Meter zu gehen und in aller Ruhe den Schuss aufzuladen. Weder die Innenverteidigung noch das defensive Mittelfeld greifen ein. Anschließend mühte sich eine verunsicherte Mannschaft 77 Minuten lang ab, um zu einer wirklichen Torchance durch Arnautovic zu kommen.

Das Spiel habe ich über weite Strecken resigniert verfolgt. Kein Ärger über den Schmalspur-Auftritt, sondern über weite Strecken einfach nur inneres Achselzucken und allenfalls die Frage, was Allofs eigentlich unter einem bestellten Feld versteht, dass er uns angeblich hinterlassen hat. Vielleicht hat er einfach die Zeichen der Zeit erkannt und da war das Angebot aus Wolfsburg die Gelegenheit, sich abzusetzen. Aber auch das ist egal, allenfalls ein Nebenschauplatz. Die Probleme in der Mannschaft und meine Ansichten zu Schaaf wurden in den vergangenen Wochen sowohl hier als auch an anderer Stelle schon ausführlich besprochen.

Da die Konkurrenten im Abstiegskampf ebenfalls verloren haben, ändert sich an der Tabellen-Situation nicht: es sind weiter fünf Punkte Vorsprung auf Platz 16. Es liegt Veränderung in der Luft und so kursierte schon während des Spiels das Gerücht, dass Schaaf angeblich nach dem Abpfiff hinschmeißen würde. Heute wurde ein Artikel von Kai Niels Bogena, dem Schreiberling mit persönlicher Agenda, durch das mediale Dorf getrieben. Angeblich hätte Klaus-Dieter Fischer Schaaf zum Abschuss freigegeben. Werder reagierte auf diesen Bericht mit einem Dementi. Gestern nach dem Spiel kündigte Eichin pflichtbewusst eine härtere Gangart gegenüber den Spielern an. Ich weiß nicht, was das wiederholte Einprügeln auf die Spieler noch soll. Das Problem steht neben der Linie, auch wenn man sich darum wohl erst nach Ablauf der Saison kümmern wird. Bis es soweit ist, wird jedes Räuspern in den Katakomben des Weserstadions als mögliche Ankündigung des Schaaf-Rauswurfs interpretiert. Und auch wenn es bisher nur Spekulationen sind, ist für mich klar, dass an einer Ablösung Schaafs kein Weg mehr vorbei führt.

Übrigens noch eine interessante Statistik für diejenigen, die sich nach einem Schaaf-Abgang vor Post-Otto-Verhältnissen fürchten (via @666_eldiablo). Das Tal, welches wir jetzt durchschreiten ist um einiges tiefer, eine Tatsache, die ich auch anders in Erinnerung habe.

Jahr/Platzierung/Punkte:

1996/9/44
1997/8/48
1998/7/50
1999/13/38

2011/13/41
2012/9/42
2013/14/32 (Saison läuft noch)

One comment

  1. Pingback: Unbekannte Gefühle bei Werder Exil

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