Lesung „50 Jahre Bundesliga“

Letzten Donnerstag gab es im Literaturhaus Hamburg eine Lesung zum Thema „50 Jahre Bundesliga“ mit den beiden Autoren Ronald Reng und Christoph Biermann. Das Wort „Lesung“ trifft den Charakter der Veranstaltung nicht so ganz, denn am Ende war es mehr ein Themenabend als eine reine Lesung. Beide Autoren hatten aktuelle Bücher im Gepäck: so hatte Christoph Biermann (zusammen mit Philipp Köster) „Fast alles über 50 Jahre Bundesliga„* verfasst, einem Sammelband mit lauter Kuriositäten aus der Bundesliga. Ronald Reng hatte „Spieltage: Die andere Geschichte der Bundesliga„* im Gepäck, welches die Geschichte der Bundesliga anhand von Heinz Höher nacherzählt. Höher war sowohl Spieler als auch Trainer in der Bundesliga und so lässt sich an seinem Leben auch die Geschichte der Bundesliga exemplarisch schildern. So unterschiedlich die Herangehensweise an das Thema in beiden Büchern ist, so sehr haben sich die beiden im Verlaufe des Abends ergänzt.

Ein noch leeres Podium

Ein noch leeres Podium

Gastgeber und Moderator Rainer Moritz führte zusammen mit Reng und Biermann durch einige wenige Stationen der Bundesliga, von der Gründung über den Bestechungsskandal bis hin zum Erscheinen des Privatfernsehens und der Champions League bis heute. Das Ganze war äußerst kurzweilig, auch wenn ich es schade fand, dass Biermann nicht mehr aus seiner Kuriositäten-Sammlung zum Besten gab, die von ihm gezeigten Wohnungseinrichtungen ehemaliger Bundesliga-Stars aus den 70ern und 80ern hatten schon was. 😉 Es war ein kurzweiliger und sehr unterhaltsamer Abend.

Ronald Reng, Rainer Moritz und Christoph Biermann (von links nach rechts)

Ronald Reng, Rainer Moritz und Christoph Biermann (von links nach rechts)

Am Ende habe ich mir dann noch zwei Autogramme von den beiden Autoren besorgt und während Biermanns Buch der vom Autor gedachten Bestimmung zugeführt wurde („Das ist ein richtiges Klobuch und das meine ich nicht im schlechten Sinne“) und den einen oder anderen Klogang erheitert, bin ich mit „Spieltage“ gerade zu zwei Dritteln durch. Es ist ein wirklich gutes Buch geworden und Reng gelingt es, nach „Der Traumhüter“ und „Robert Enke: Ein allzu kurzes Leben“ wieder ein eindrucksvolles und sehr persönliches Buch über den Fußball zu schreiben. Dabei schafft er es, die Schrulligkeit (Reng meinte auf der Lesung, Höher sei schon ein spezieller Mensch) Höhers zu beschreiben, ohne ihn dabei bloßzustellen. Und langsam werde ich immer mehr zu einem Reng-Fanboy, was nicht zuletzt immer noch an der Enke-Biografie liegt.

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One comment

  1. Trainer Baade

    Danke für die Zusammenfassung des Abends. Ohne dies Blog hätte ich nicht mal gewusst, dass Reng und Biermann zusammen auftreten.

    3. Oktober 2013 bei 14:44 Antworten

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