Im Lot

Es ist Länderspielpause und heute Abend entscheidet sich für meine Three Lions, ob man sich direkt für die WM wird qualifizieren können oder ob man durch die Playoffs muss. Von daher kann ich mich über mangelnde Spannung nicht beschweren und muss mir keine Gedanken machen, ob der Trainer „meiner“ Nationalmannschaft eine Vertragsverlängerung verdient hat oder ob die Leistungen diese doch nicht hergeben. Aber dennoch kann man einen kurzen Rückblick auf das erste Viertel der Saison werfen.

Im Lot. Das gilt sicher für die bisherige Bilanz mi drei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Im Lot sind wir auch bei den Punken mit elf. Rechnet man das auf 34 Spiele hoch, kommen wir locker über 40 Punkte und sollten einen sicheren Abstand zu den Abstiegsplätzen haben. Die reinen Zahlen sehen bis hierhin gar nicht mal so schlecht aus. Dabei wird Werder immer wieder vorgehalten, die Siege zum Teil nur mit Glück gegen kleine Teams eingefahren zu haben. Kommt übrigens oft von denen, die Bremen als sicheren Abstiegskandidaten gesehen haben und sich nun beschweren, dass Bremen die Punke vor allem in der eigenen Gewichtsklasse holt. Sicher, die Siege gegen Braunschweig und Augsburg waren alles andere als souverän, aber seit wann gibt es für glückliche Siege weniger Punkte?

Im Lot. Auch ein wichtiger Aspekt für das Treiben auf dem Platz. Stichwort: Balance zwischen Offensive und Defensive. Dutt und Eichin haben vor der Saison klar gemacht, dass es darum gehen muss, sich aus einer stabilen Defensive heraus zu entwickeln. Das gelingt mal besser (Braunschweig, Augsburg, Hamburg oder Stuttgart), mal nur so halb (Nürnberg und Teile des Gladbach-Spiels) und gegen Frankfurt war das ein erschreckend schwacher Auftritt. Aber insgesamt stimmt die Richtung, die Trainer und Mannschaft gehen. Und langsam sieht man auch eine Entwicklung des Offensivspiels. So war die erste Halbzeit gegen Nürnberg über weite Strecken gut anzuschauen und auch wenn es letztlich nur zu einem Unentschieden gereicht hat, so war doch offensichtlich, dass Hunt & Co. auch Offensive können.

Über den bisherigen Verlauf der Saison kann und will ich mich nicht beschweren. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg und man darf auch nicht vergessen, dass es sich um ein langfristiges Projekt handelt. An einigen Stellen fehlen noch die nötigen Puzzleteile (Bsp.: Zuverlässiger Partner für Caldirola), die man angesichts der vorhandenen (oder eher: nicht vorhandenen) finanziellen Mitteln erst nach und nach wird einbauen können. Mit einem Sieg im Spiel am kommenden Samstag könnte die Mannschaft einen weiteren Schritt nach vorne machen. „Ausgerechnet“ gegen Dutts alten Verein.

Lebenslang Grün-Weiß!

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