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Außendarstellung

Die gerade abgeschlossene Saison war für alle Beteiligten äußerst schwierig und hat deutliche Spuren hinterlassen. Während Bremen jahrelang als idyllischer Hort der Ruhe und Unaufgeregtheit galt, hat dieses Image in dieser Saison einen ähnlichen Abwärtstrend erlebt wie die sportlichen Ergebnisse. Die Einbehaltung von 50% der monatlichen Gehälter im Oktober war da der unrühmliche Höhepunkt, zumal man den einbehaltenen Teil einen Monat später auszahlen musste. Auch jetzt ist die einstmals vorhandene Souveränität im Bereich Public Relations noch in weiter Ferne.

Erst die Eskalation der Causa Jensen, als man ihm einen letzten Auftritt im eigenen Stadion verwehrte und ihn dann sofort freistellte, als er es wagte, sich darüber öffentlich zu beklagen. Dann der allzu leise Abschied vom Lutscher. Ja, man hatte schon früh verkündet, dass alle Personalentscheidungen erst mit dem Erreichen des Klassenerhalts getroffen werden würden. Aber es ist trotzdem schade, dass man ihm nicht auch noch die Möglichkeit gegeben hat, sich zu verabschieden.

Den Vogel schießt die Vereinsführung aber im Falle von Petri Pasanen ab. Am 07.05., im Spiel gegen Borussia Dortmund wird der stille Finne vor heimischer Kulisse verabschiedet. Nun auf einmal sieht es so aus, als wolle man doch noch weiter auf Petri setzen. Damit macht man sich in meinen Augen lächerlich. Die Tatsache, dass Naldo, Boenisch und Prödl wohl nicht wieder zur Verfügung stehen werden, kann da nicht als Ausrede gelten, denn das stand auch schon vor zwei Wochen relativ fest. Ich verstehe auch nicht, was hier für ein Zeichen gesetzt werden soll. So sehr ich Pasanen mag und ihn aufgrund seiner ruhigen geschätzt habe, so wenig verstehe ich das Signal, was von diesem “Schachzug” ausgehen soll. Ist Pasanen die “sichere” Variante oder einfach nur der Notnagel. Oder steht schon Mitte Mai fest, dass man die angepeilten Transfers in der Defensive nicht wird tätigen können? Ich bin da etwas ratlos und auch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll.

In die ganze Situation passt auch die Tatsache, dass der Verein Pascal Testroet suspendiert hat, nachdem dieser seinen Unmut über seine Situation bei Werder über Facebook kundtat. Selten dämliche Aktion, da kann man eigentlich auch von einem 20-jährigen erwarten, dass er schlau genug ist, sowas nicht in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Hoffentlich geht das jetzt nicht drei Monate so weiter, bis der Ball wieder rollt.

Fussi für die Ohren

Ich persönlich bin ja ein Fan von Podcasts, also regelmäßig produzierten Audio-Beiträgen, um es mal verkürzt auszudrücken. Da dachte ich mir, ich stelle mal die Podcasts vor, die ich derzeit gerne höre und vielleicht habt ihr da draußen ja noch den einen oder anderen Tipp.

Der Klassiker

Den Anfang macht für mich der erste Fußball-Podcast, den ich seinerzeit abonniert habe. Es handelt sich dabei um Football Weekly aus den heiligen Hallen des englischen Guardian. James Richardson ist hier der Gastgeber der illustren Journalistenrunde, die sich in jeder Folge anders zusammensetzt. Jonathan Wilson und Michael Cox (zonalmarking.net) sind die Taktikfüchse, Raphael Honigstein (BuLi), Sid Lowe (La Liga) decken u.a. die ausländischen Ligen ab und Barry Glendenning ist Mr. Grumpy. Auch nach mehr als drei Jahren mein persönlicher Favorit.

Die fantastischen Vier

Als nächstes möchte ich The Football Ramble vorstellen. Der Kern des Teams besteht aus Marcus, Luke, Pete und Jim, die je nach Bedarf um weitere Gäste erweitert werden. Hier quatschen einfach vier Kumpels über den Fußball und küren jede Woche ein neues Mitglied der “Dean Windass Hall of Fame“. Das Ganze kommt aber mit viel Fachwissen daher, ist also nicht nur Phrasendrescherei.

Die Neuen

Seit Kurzem habe ich noch zwei weitere Feeds aus England in meinem iTunes abonniert, von daher sind sie nur für mich wirklich neu. Zum einen ist das der ITV Football Podcast. Ned Boulting ist Gastgeber und auch hier wechseln die Gäste munter durch und teilweise kennt man diese dann auch schon aus anderen Sendungen. Aber das soll dem Spaß keinen Abbruch tun. Dann habe ich da noch The Bundesliga Podcast, der ein bißchen unter Eurosport-Flagge läuft. Zumindest sind Dan Levy und seine Gäste allesamt beim Sportsender angestellt, sofern ich das richtig mitbekommen habe. Da ich von beiden erst jeweils zwei Folgen gehört habe, kann ich die beiden noch nicht richtig beurteilen, aber bisher fand ich sie sehr hörenswert.

Dem einen oder anderen dürfte aufgefallen sein, dass hier bisher nur englischsprachige Podcasts genannt wurden. Hier wäre ich für sachdienliche Hinweise auf deutsche Podcasts rund um das runde Leder dankbar. Der Ballpod ist ja leider nicht mehr aktiv. Fehlpass und Breitnigge san mir zu bayerisch. Der 1Live Elfer ist okay, aber auch sehr “west-lastig”.

Und klar, für die Werderaner gibt es noch den Podcast von Radio Antenne (das “Hit” können die sich an die Backe tackern). Doch der besteht größtenteils auch nur aus der Verhackstückung vom Live-Kommentar des Spiels sowie Interviews. Oder bin ich da zu hart? Also, wer noch einen coolen Fußball-Podcast auf Tasche hat: immer her damit. Gerne über Fußball allgemein und natürlich über Bremen. Ansonsten müssen wir Werder-Blogger einen eigenen Podcast auf die Beine stellen. ;)

Eskapismus

Laut unseren Freunden bei wikipedia ist Eskapismus wie folgt definiert:

Als EskapismusRealitätsflucht oder Wirklichkeitsflucht bezeichnet man die Flucht aus oder vor der realen Welt und das Meiden derselben mit all ihren Anforderungen zugunsten einer Scheinwirklichkeit, d. h. imaginären oder möglichen besseren Wirklichkeit.

Die derzeitige Tabellensituation rund um den SV Werder gibt einem allerhand Grund zum Eskapismus. Und ich habe für die noch ausstehenden 10 Spiele das perfekte Mittel gefunden. Vor ein paar Tagen habe ich mir die große Werder Bremen DVD-Box “Die besten Werder-Spiele der Vereinsgeschichte – Teil 1” geordert. Es sind genau 10 Spiele und das Beste daran: Bremen holt neun Siege und ein Unentschieden (99er Pokalsieg im 11er-Schießen). Das macht 29 Punkte und zusammen mit den bisherigen 25 Punkten sind das respektable 54 Punkte. Zudem kennt man schon die Ergebnisse, und es gibt kein böses Erwachen, kein Zittern bis zum letzten Moment und keine schlechte Laune wegen einer möglichen Niederlage. Sollen die doch in der Liga machen, was sie wollen. In meiner Welt ist alles toll.

Hier noch die 10 Spiele:

1.) SVW vs. Berliner FC Dynamo (Landesmeisterpokal) – 1988 – Endstand 5:0

2.) SVW vs. AS Monaco (Finale des Europapokals der Pokalsieger) – 1992 – Endstand 2:0

3.) FC Bayern München vs. SVW (Finale DFB-Pokal) – 1999 – Endstand 5:6 nach Elfmeterschießen

4.) SVW vs. HSV (BuLi) – 2004 – Endstand 6:0

5.) FC Bayern München vs SVW (BuLi) – 2004 – Endstand 1:3

6.) SVW vs. Alemannia Aachen (Finale DFB-Pokal) – 2004 – Endstand 3:2

7.) HSV vs. SVW (BuLi) – 2006 – Endstand 1:2

8.) SVW vs. Real Madrid (Champions League Vorrunde) – 2007 – Endstand 3:2

9.) FC Bayern München vs. SVW (BuLi) – 2008 – Endstand 2:5

10.) HSV vs. SVW (Halbfinale Europa League) – 2009 – Endstand 2:3

Ich hoffe, dass es von der Box dann auch einen zweiten Teil geben wird, denn einige Spiele fehlen mir da schon. So z.B. das CL-Spiel gegen den RSC Anderlecht, wo man nach einem 0:3 Rückstand zur Halbzeit noch 5:3 gewinnen konnte. Das UEFA-Cup Spiel gegen Olympique Lyon, wo man nach einem 0:3 im Hinspiel noch 4:0 gewinnen konnte. Dann das CL-Achtelfinale gegen Juve im Jahr 2006, wo man 1:2 kurz vor Schluß hinten liegt und das Ding noch 3:2 gewinnt. Das 5:1 gegen den SSC Neapel und Diego Maradonna im UEFA-Cup Achtelfinale 89/90. Das sind aber nur ein paar, die mir mal so spontan einfallen. Welche Spiele würdet ihr vorschlagen?

Worums-Aktion für Aaron Hunt

Ich wollte hier an dieser Stelle nur kurz auf die Worums-Aktion für Aaron Hunt aufmerksam machen, die beim Heimspiel gegen Gladbach steigen soll. Nähere Infos findet ihr im entsprechenden Thread vom Worum.

Fire!

Beim Auswärtsspiel in Mainz sorgte nicht nur die Mannschaft auf dem Platz für einen weitgehend desolaten Auftritt in Grün-Weiß, sondern auch einige Fans machten eher auf die falsche Art auf sich aufmerksam. Es geht hier um den Einsatz von Pyrotechnik in Stadien. Dabei soll es nicht darum gehen, ob man mit entsprechenden Bengalos und Co. für mehr Atmosphäre im Stadion sorgen kann oder nicht. Darüber kann man sich durchaus streiten, denn für mich braucht man solche Effekte nicht für zusätzliche Stimmung. Aber da kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein.

Derzeit ist es jedoch ein Fakt, dass der Einsatz solcher Feuerwerkstechnik in deutschen Stadien verboten ist. Daran kann man derzeit nicht rütteln. Es gibt eine Initiative zur Legalisierung der Pyrotechnik, die sich für einen kontrollierten Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien einsetzt. Ich glaube, dass die Teile der Fans, die nun in Mainz oder anderswo trotz Verbotes auf Pyrotechnik solchen Vorstößen einen Bärendienst erweisen. Für die Ordnungskräfte und die Verbandsoberen bestätigt sich doch damit nur das Bild des unkontrollierbaren Fan-Mobs, der sich offensichtlich nicht an die Regeln halten kann/will. Dabei versuchen viele Faninitiativen dem negativen Bild der Fans entgegenzuwirken und sich gegen die Schikane von Polizei und Stadionordnern zu wehren und zudem mehr Freiräume für aktive Fans zu erwirken. Aber mit solchen Aktionen einzelner ist das vergebliche Liebesmüh.

Darüber hinaus nehmen die Fans auch willentlich eine Strafe für den eigenen Verein in Kauf. Das geht bei Geldstrafen los und kann im Zweifel dazu führen, dass die Werder-Fans evtl. bei Auswärtsspielen nicht ins Stadion dürfen. Vielleicht bin ich da auch zu doof zu verstehen, wie man durch solche Aktionen seinen eigenen Verein unterstützt und nicht nur sich selbst als unglaublich toller Haufen feiert. Der Verein sah sich nach den Ereignissen am letzten Samstag genötigt, einen offenen Brief zu veröffentlichen. Es bleibt der Zweifel, ob dieser etwas bewirkt.

Übrigens ist es immer wieder peinlich, wie sich gerade Fernsehkommentatoren in dieser Sache verhalten. Während bei Spielen in der Türkei oder Griechenland beim Anblick eines “brennenden” Stadions von der tollen südländischen Atmosphäre und dem dazugehörigen Temperament geschwärmt wird, sind sich die gleichen Kommentatoren auch kein Deut zu blöde, bei gleichem Verhalten deutscher Fans von den “Idioten” zu sprechen. Heuchelei in seiner reinsten Form.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass Pyrotechnik keineswegs harmlos ist, wie man vor ziemlich genau einem Jahr in Bochum sehen konnte. Dabei wurden acht Gästefans aus Nürnberg verletzt und der Vorfall führte zu einem Teilausschluss der Fans bei zwei folgenden Auswärtsspielen. In den falschen Händen kann das also durchaus gefährlich sein und ist kein Spielzeug. So ganz wohl ist mir bei dem Ruf nach Eigenverantwortung der Fans im Umgang mit Pyrotechnik – wie bei “Pyrotechnik legalisieren” gefordert – nicht. Wer garantiert denn, dass nicht doch Knallkörper mit ins Stadion nimmt, oder Bengalos in Menschenmengen geworfen werden. Aber dank solcher Vorfälle bleibt das wohl auch auf längere Sicht eine allenfalls hypothetische Diskussion.

Dinge, die ich nicht mehr hören kann

Die Zeiten sind trübe in Bremen und momentan ist guter Rat teuer und so wird munter diskutiert. Klar ist, dass keiner DIE Lösung hat und in der Regel finde ich die Diskussionen auch äußerst anregend und konstruktiv. Dennoch eine unvollständige Liste von Dingen, die ich in dieser Diskussion nicht mehr lesen kann (nicht nach Prioritäten geordnet):

1. “Wenn Spieler XY in Bremen geblieben wäre, wäre alles besser”

Zuletzt konnte man am Wochenende diesen Spruch bei einigen lesen, als Christian Schulz für Hannover traf. Oder wenn Diego ein Tor macht oder Özil für Real zaubert. Dabei teilt sich das immer in zwei Kategorien: auf der einen Seite die Spieler, die wirklich einen herben Verlust für die Mannschaft dargestellt haben. Auf der anderen Seite sind die Spieler, die im nachhinein komplett verklärt werden und dem Team null weiterhelfen würden. In der Regel gab es ja immer gute Gründe, warum die Spieler gegangen sind. Schulz war ein solider Linksverteidiger, doch wenn ich mich recht entsinne, sah er sich lieber im defensiven Mittelfeld und da war dann schon alles voll. Daher ist er nach Hannover gegangen. Özil oder Diego mussten gehen, weil sie einfach nicht gehalten werden konnten. Und ein Womé ist so ein Depp, dass er auch in Köln kein Bein auf den Boden bekommen hat. Daher sollten wir nicht ehemaligen Spielern hinterhertrauern. Obwohl, Ailton und Micoud hätte ich gerne wieder. Und Bratseth. Und Völler. Und überhaupt.

2. “Wenn wir Spieler XY geholt hätten, stünden wir besser da”

Neben den Spielern, die nicht mehr in Bremen sind, gibt es dann die Spieler, die nie nach Bremen gekommen sind. Hier gilt immer das Motto: “Die Wiese vom Nachbarn ist immer grüner.” Gott, wo hat Klaus Allofs nicht alles gepennt: Barrios, Kagawa, Kjaer, Hleb, Dzeko, Grafite, Subotic, Hummels, Huntelaar, Raul, van Nistelrooy, Sahin, Riise, Westermann, Timostschuk, die Liste lässt sich beliebig verlängern. Normalerweise kocht die Diskussion immer nur im Sommer und Winter zu den jeweiligen Transferperioden hoch, doch auch jetzt bietet sich reichlich Gelegenheit, nicht realisierten Transfers nachzuweinen. Dabei kann der Kader nur eine Summe X an Spielern fassen und wenn jeder Spieler, der geradeaus laufen kann, in Bremen landet, können wir gleich 100 Mannschaften aufmachen. Zudem wissen wir doch gar nicht, mit wem wurde wirklich verhandelt und wer wäre überhaupt zu einem Wechsel bereit gewesen. Und bei vielen Beurteilungen hat man ja den Vorteil, dass man den betreffenden Spieler immer im Rückblick beurteilt. Nachdem er also bewiesen hat, dass er es kann. Diese Gnade wird den sportlich Verantwortlichen in der Regel nicht zuteil.

Ja, es gibt Baustellen im Kader und es gibt auch Versäumnisse im Team, doch im Moment haben wir nur diese Mannschaft und der Ruf nach Ex-Spielern und nicht verpflichteten Spielern hilft da auch nicht weiter.

3. “Dann sollen halt U23-Spieler ran”

Häufiger wird auch der Ruf nach Spielern aus der U23 laut. Letzter Platz in der dritten Liga, die wenigsten geschossenen Tore und die zweitmieseste Abwehr. Das soll nicht heißen, dass Thy, Kroos und Co. so gar nix auf der Pfanne hätten, doch so wirklich Bäume reißen sie ja auch nicht aus. Oft wird die Forderung nach jungen Spielern damit unterstrichen, dass man ja frisches Blut braucht. Doch wenn man sich den Kader der ersten Mannschaft mal anschaut, ist es ja nicht gerade so, dass hier nur Altherren-Kicker rumrennen. Marin, Wesley, Bargfrede, Arnautovic, Prödl sind gerade mal Anfang zwanzig und teilweise jetzt auch noch nicht so lange dabei, dass sie schon Inventar sind. Dieses “frisches Blut”-Argument zieht daher nur teilweise.

Auch gerne an dieser Stelle heißt es, dass die eigenen Nachwuchsleute keine Chance bei Schaaf hätten. Ich denke eher, dass es mit der Qualität der Spieler zu tun hat. Bargfrede hat doch bewiesen, dass junge Spieler bei entsprechenden Leistungen durchaus in der Bundesliga ihre Chancen bekommen. Zudem wird noch in jeder Transferperiode nach immer größeren Namen geschrieen. Im letzten Sommer gab es doch genug, die gerne Diego für viel Geld und Gehalt geholt hätten. Auf einmal sind es die eigenen Talente, welche die Rettung bringen sollen. Unberührt davon sind die offensichtlichen Defizite, die konzeptionell im Nachwuchsbereich durchaus da sind. Nur die lassen sich über Nacht nicht lösen.

4. “Oh mein Gott, wir werden absteigen!”

Natürlich gibt die derzeitige sportliche Lage und die letzten Spiele nicht viel Anlass zu Optimismus. Aber dieses ganze “Nächste Saison sind wir montags wenigstens wieder auf DSF im Free-TV” oder “Na, da haben wir wenigstens das schönste Stadion der zweiten Liga” geht mir echt auf den Puffer. Hat mal einer geguckt, wie dicht beieinander alles ist. Ja, nur vier Punkte bis zum Relegationsplatz, aber auch nur sechs bis zum fünften. Natürlich müssen wir uns im Moment nicht mit den Europapokalplätzen beschäftigen, aber wir haben eben auch noch 21 Spieltage vor uns. Wären es nur noch fünf Spieltage und vier Punkte zu einem möglichen Abstiegsplatz, würde ich auch leicht nervös werden. Bis dahin bewahren wir einfach ein kleines bißchen die Ruhe.

5. “Hoffentlich verlieren die 0:10, dann sehen alle, dass ich recht hatte”

In der Krise kommen auch immer mehr Leute zum Vorschein, die genau diese Situation schon seit längerem vorhergesehen haben. Eigentlich schon seit Schaafs Amtsantritt, wenn man es genau nimmt. Und nun endlich werden sie bestätigt. Komisch, gesehen und gehört hat man sonst gar nix. Am besten finde ich dann Sätze wie: “0:4 gegen Schalke? Noch viel zu wenig! Die hätten 0:10 verlieren müssen, damit alle endlich sehen, was ich schon lange sehe!”. Ganz großes Kino, quasi gegen das eigene Team sein, um recht zu behalten. Hauptsache, das eigene Ego punktet. Damit meine ich explizit nicht bspw. Blogger-Kollege Johann, der auch letzte Saison immer mal wieder aufvorhandene  Defizite hingewiesen hat, sondern die ganzen Besserwisser, die auf einmal von überall herkommen.

So, das musste mal raus. Und nun reden wir uns weiter die Köpfe heiß.

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