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Ein wenig Pathos

Die guten Nachrichten an der Weser sind ja auch eher dünn gesät derzeit. Ich sage nur medial aufgeblasene Schlammschlacht und so. Dabei wird vor allem immer wieder deutlich, dass die meisten Berichte über die Finanzlage bei den Grün-Weißen allenfalls oberflächlich bleiben. Man könnte meinen, dass Peter Zwegat höchstselbst mit seinem Flipchart anrückt und dann erstmal Allofs und Filbry mal eine gepflegten Ausgaben/Einnahmen Aufstellung anfertigen lässt. Ganz gut fand ich eigentlich in diesem Zusammenhang diesen Artikel, der mal einen Fachmann zu Wort kommen lässt, um auch mal das Argument zu entkräften, Werder hätte unsolide gewirtschaftet. Und damit der Verein auch weiterhin handlungsfähig bleibt, steigt man halt auf die Kostenbremse. Wir wollen ja nicht so enden, wie der BVB vor ein paar Jahren.

Aber Zumindest ist unser neuer Innenverteidiger/Philosoph endlich ein Bremer. Herzlich Willkommen, Sokratis. Ein weiterer Name, der in den letzten Tagen immer wieder im Zusammenhang mit möglichen Neuverpflichtungen fällt, ist Aleksander Ignjovski (kurz: Iggy). Vor mehr als 3 Wochen hat er schon den Medcheck in Bremen hinter sich gebracht und wartet seitdem tapfer auf grünes Licht aus der Hansestadt. Und auch wenn nicht der defensive Heiland ist, hat er sich mit diesem Interview im Weser-Kurier schon einen Platz in den Herzen der Werder-Fans gesichert. Meine Lieblingsaussage:

Gibt es denn auch andere Angebote?

Ja, die gibt es. Aber ich habe mit meinem Berater beschlossen, dass Werder Priorität genießt. An andere Vereine verliere ich keinen einzigen Gedanken.“

Schon bemerkenswert, dass der Junge die Angebote anderer Vereine nicht als Drohgebärde gegenüber Werder verwendet, sondern weiter wartet. Hoffen wir, dass das Warten schon bald ein Ende hat.

3 Projekte

Gestern endete die Transferphase. Die Endphase war nochmal richtig spannend: Schalke und Wolfsburg versuchten, alles zu kaufen, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Der Deal von Maxim Choupo-Moting  zwischen Hamburg und Köln scheiterte an einem defekten Faxgerät. Auf der Insel Liverpool erst Andy Carroll für aberwitzige 41 Millionen Euro, um anschließend Fernando Torres Richtung Chelsea ziehen zu lassen. Im Gegensatz dazu blieb es an der Weser erstaunlich ruhig. Dabei hat man drei Baustellen im Kader bearbeitet. Mit Denni Avdic holte man Ersatz für den abgewanderten Hugo Almeida, Predrag Stevanovic spielt nominell im offensiven Mittelfeld und unser letzter „Neuer“ kann sowohl in der Innenverteidigung als auch als Linksverteidiger auflaufen.

Dabei sind alle drei eher Optionen auf die Zukunft, als sofortige Impulsgeber. Avdic konnte bisher noch kaum überzeugen, was wohl auch der Tatsache geschuldet ist, dass er erstmal die körperlichen Defizite aufholen muss, die das frühe Ende der schwedischen Saison so mit sich brachte. Stevanovic kommt aus der zweiten Mannschaft von Schalke und mit 19 kann man da auch jetzt auch nicht von ihm erwarten, die Probleme im Bremer Spielaufbau im Vorbeigehen zu lösen.  Samuels voller Name Samuel Firmino de Jesus verspricht einiges, doch zuletzt war der 24-jährige Defensivmann arbeitslos und so wird er auch sicherlich Zeit brauchen, um sich in Bremen einzuleben. Das heißt nicht, dass es sich hier um drei Flops handelt, doch sind es Investitionen, deren Rendite noch auf sich warten lässt. Damit wird man erstmal mit dem vorhandenen Spielermaterial in die verbliebenen 14 Spiele gehen.

Allofs hatte während der Winterpause immer wieder an der einen oder anderen Stelle verlautbaren lassen, dass sich der derzeitige Kader ohne internationalen Wettbewerb nicht finanzieren ließe. Dies war ja schon immer offensichtlich, wenn man sich die Rahmenbedingungen in Bremen anschaut, doch war ich immer davon ausgegangen, dass man zumindest eine oder zwei Saisons überbrücken könnte, ohne dass man gleich umbauen muss. Doch wenn man trotz der prekären sportlichen Lage und den durchaus vorhandenen Baustellen im Kader so zögerlich agiert, scheint der finanzielle Spielraum doch noch enger zu sein, als ich gemutmaßt hatte. Man kann gespannt sein, was im Sommer passiert. Mit Jensen und Pasanen scheint man nicht mehr zu planen, hinzu kommt das mögliche Karriereende vom Lutscher. Auch Mertesacker wird immer wieder mit einem Abgang im Sommer in Verbindung gebracht. Ein Umbruch im Kader wird wohl die Konsequenz sein und ist aufgrund der Leistungen in dieser Saison auch nötig. Daneben bleibt dann noch die Frage, was im Bereich der sportlichen Führung, sprich: Trainer und Manager passiert. Frei von Kritik sind beide schon lange nicht mehr.

Noch 18

Realität

Ich muss gestehen, dass ich es bis zuletzt nicht wahrhaben wollte. Obwohl Bremen tief unten in der Tabelle stand, war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis die Mannschaft sich fangen würde und wieder in ruhigere Tabellenregionen kommen würde. Nennt mich einen Schönredner oder Träumer! In der Winterpause hatte ich mit einem guten Start in die Rückrunde gerechnet, nachdem die Mannschaft Zeit hatte, sich zu erholen und im Trainingslager auf die kommenden Aufgaben eingeschworen wurde. Nun sind die ersten drei Spiele der Rückrunde absolviert und es bleibt nichts als Ernüchterung. Der Sieg gegen Hoffenheim machte Mut, doch im Rückblick waren die Hoffenheimer einfach zu schlecht. Anschließend gab es den wiederholten Offenbarungseid gegen Köln. Wenn Lukas Podolski gegen dein Team 2 Buden macht und aussieht wie ein Klassespieler, ist das schon ein Schlag in die Magengrube.

Am Samstag also ein 1:3 gegen die Münchener. Klar, die Bayern sind auf dem aufsteigenden Ast und haben ihren Super-Holländer wieder an Bord, mit dem die Bayern in der Hinrunde 10 – 100 Punkte mehr geholt hätten, wie KHR ja so schön sagte. Doch die Art und Weise, wie die Mannschaft nach dem 1:1 in sich zusammen fiel, muss einem schon zu denken geben. Bis dahin konnte man den Bayern noch Paroli bieten und das Spiel einigermaßen offen gestalten. Mertesacker macht den Goalgetter und bringt die Grün-Weißen in Führung. Doch schon beim Ausgleich wird die Flanke auf außen nicht verhindert und Silvestre kommt gegen Robben zu spät. Das 1:2 macht Merte selbst, nachdem sich in der Bremer Abwehr keiner in der Lage sieht, den Ball zu klären. Und beim 1:3 geht Frings in den entscheidenden Zweikampf und hofft darauf, dass Schiri Kinhöfer den Einsatz von Müller schon abpfeift, was er zurecht nicht tat. Am Ende kann man sich ein bißchen auf die Schulter klopfen, doch die Punkte und die Lorbeeren nehmen die anderen mit, die sogar die Zeit finden, sich auf dem Platz noch auf Glocke zu hauen.

Karten und Hände

Ich will hier auch gar nicht die Diskussion um den nicht gegebenen Handelfmeter von Luiz Gustavo anfangen. Meiner Meinung nach ist eine Fehlentscheidung von Kinhöfer und seinem Team gewesen, aber das hat das Spiel nicht entschieden. Da brauch man gar nicht von einer Verschwörung oder einer Bevorteilung der Bayern reden. Das Rot gegen Hamburgs Kacar oder der Elfer gegen Köln waren genauso lächerlich. Bei der roten Karte gegen Wiese bin ich von unserem Tim ziemlich enttäuscht. Ja, er ist frustriert. Ja, er ist oft die ärmste Sau auf dem Platz und wird immer wieder von seinen Vorderleuten im Stich gelassen, doch von einem vermeintlichen Führungsspieler erwarte ich gerade in so einer schwierigen Situation, dass er sich nicht zu so einem Quark hinreißen lässt. Vor allem nicht bei einem Stand von 1:3 und nur zwei oder drei Minuten zu spielen. Ein Glück ist Mielitz mehr als nur solide.

What now?

Nun also sind 20 Spieltage gespielt und Bremen steht mit 22 Punkten noch 3 Punkte vor einem Relegationsplatz. Die nächsten vier Spiele sind Mainz (A), Hannover (H), Hamburg (A) und Leverkusen (H). Nicht unbedingt Selbstläufer und daher stellt man sich gerade schon die Frage, woher die nötigen Impulse für das Team kommen sollen. Vielleicht können die verletzten Spieler ein bißchen Stabilität bringen, wenn sie wieder zurückkommen, doch da bin ich eher skeptisch. Namhafte Zugänge wird es wohl nicht mehr geben. Neben Avdic hat man letzte Woche das Talent Stevanovic aus der zweiten Mannschaft von Schalke 04 verpflichtet und ist wohl dabei, auch Samuel unter Vertrag zu nehmen. Doch bei diesen Spielern handelt es sich eher um langfristige Optionen. Keiner von Ihnen wird per sofort die Abwehr ordnen, das Offensivspiel beleben oder vorne die benötigten Tore machen.

Die sportliche Führung wirkte nach der Niederlage vom Samstag schwer angeschlagen und bei Schaaf frage ich mich, ob er nicht bald die Brocken hinwirft. Wieviele Krisensitzungen sollen noch kommen und wie oft tut er sich das an, dass das Team ihn immer wieder im Regen stehen lässt? Kann das Team überhaupt angemessen auf diese schwierige Situation reagieren, denn der Kader wurde ja nicht mit dem Abstiegskampf vor Augen zusammengestellt. Ziel war eigentlich der gepflegte Offensivkick der oberen Tabellenregionen und nicht der Kampf um jeden Grashalm, der im Keller der Tabelle bitter nötig ist.

Für die Probleme habe ich nicht DIE eine Lösung. Stattdessen führe ich für die Saison eine neue Zeitrechnung ein: Nur noch 18 Punkte bis zur magischen 40-Punkte-Grenze.  Das sind 1,29 Punkte pro Spiel. Das muss irgendwie zu schaffen sein. 18 FTW!

Es ist viel passiert…

Hugo goes

Zum Fest der Liebe wurde die Beziehung zwischen Hugo Almeida und Werder Bremen geschieden. Angedeutet hatte sich der Abgang von Hugoal schon etwas länger, doch dann ging alles relativ schnell. Während in der Woche vor Weihnachten noch jeglicher Kontakt zu Besiktas von Hugo als Lüge abgetan wurde und er darauf insistierte, frühestens nach Weihnachten über seine Zukunft zu entscheiden, war der Deal dann doch vor dem Ende der Feiertage eingetütet.

Damit geht eine viereinhalb Jahre andauernde Ära zu Ende. Obwohl Hugo viele versprechende Ansätze eines wirklichen Klassestürmers hatte, konnte er sein Potential in Bremen nie ganz abrufen. Bezeichnend war irgendwie das Spiel gegen Pauli, wo er mit seinen drei Toren den Sieg klar machte und auf dem Weg zum Helden des Spiels war. Bis er dann seinen Gegenspieler Zambrano einen mitgab und die rote Karte sah. Auffällig war auch, dass Allofs und Schaaf nicht müde wurden, mehr Konstanz und Einsatz von Almeida einzufordern. Viele sahen darin völlig überzogene Kritik am portugiesischen Publikumsliebling, den die sportliche Führung wohl offensichtlich auf dem Kieker hatte. Ich denke, es müssen intern einige Dinge passiert sein, was sich auch an einem Interview mit Klaus Allofs ablesen lässt, welches kurz vor Weihnachten in der Kreiszeitung erschien. Es passiert in Bremen relativ selten, dass ein Spieler auf diese Art und Weise öffentlich abgewatscht wird.

Ich denke, dass es keinen Sinn gemacht hätte, Almeida unter diesen Umständen weiter zu halten, auch wenn sein Verlust sportlich sehr schmerzhaft ist. Obwohl ich Hugoal immer gemocht habe, hat er auch nie ganz die Erwartungen erfüllen können, die man in Bremen hatte. Und dass er „nur“ zu Besiktas wechselt und nicht in eine andere Top-Liga wie England, Spanien oder Italien, spricht da in meinen Augen auch Bände. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles gute.

Denni comes

Seit gestern ist der Transfer von Denni Avdic zum SVW offiziell. Der 22-jährige kommt vom schwedischen Erstligisten IF Elfsborg an die Weser. Dort wurde er mit 19 Toren und vier Vorlagen in der letzten Saison zum besten Torjäger. Ich kann zum Spieler nix sagen was über die üblichen Youtube-Videos hinausgeht. Doch auch ohne eine einzige Minute von ihm gesehen zu haben, wird er in den Foren schon jetzt von manchen als Pfeife abgestempelt. Frei nach dem Motto: „In Schweden macht auch meine 90-jährige Großmutter 19 Buden in der Liga. Und die kann kaum was sehen, hört schlecht, hat Rheuma und ’nen Herzschrittmacher!“.

Ich würde sagen, wie warten mal ab und freuen uns darüber, dass Allofs zeitnah reagiert hat. Avdic kann man morgen im Testspiel gegen Trabzonspor wahrscheinlich das erste Mal in Action sehen. Sport1 zeigt das Spiel ab 19:30 Uhr, wer interessiert ist.  In diesem Sinne: Välkomna Denni!

Das Lazarett

Schlechte Nachrichten gibt es von einigen Langzeitverletzten. Fangen wir mit unserem größten Sorgenkind an: bei Naldo wird es immer wahrscheinlicher, dass er diese Saison nicht wieder für die Grün-Weißen kicken wird. Das Knochen-Ödem, was ihn schon seit dem Sommer behindert, macht wohl einen operativen Eingriff unumgänglich. Ich hoffe, dass die Gerüchte um eine mögliche Sportinvalidität sich nicht bewahrheiten und er bald wieder gesund wird.

Wesley fällt auch länger aus als gedacht, da sich der Heilungsprozess seiner Sehnenverletzung im Oberschenkel in die Länge zieht. Auch Sebastian Boenisch wird noch ein bißchen auf sich warten lassen. Beide sind nicht mit nach Belek ins Trainingslager gefahren.

Wer will noch mal, wer hat noch nicht?

Ein paar Zitate unseres portugiesischen Starstürmers der letzten Wochen. Mal sehen, zu welchem Club der Herzen er aufgrund des guten Szenarios demnächst schwimmen möchte.

Porto ist der Verein meines Herzens, da habe ich viele schöne Momente erlebt

Ich würde nach Madrid laufen oder schwimmen. Für Real zu spielen, ist ein Traum für jeden Spieler.

Das Szenario gefällt mir. Besiktas ist ein gutes Team, das sich entwickelt.

Jetzt geht’s los

Pünktlich zur Länderspielpause erscheint hier der erste Artikel.

Heute nacht um 24:00 Uhr endet die Transferphase, bis dahin müssen die Vereine ihre Transfers getätigt haben. Während mancher Verein noch panisch alles gekauft hat, was nicht bei drei auf dem Baum ist, blieb es in Bremen vergleichsweise ruhig. Die wichtigen Personalien wurden schon vorher auf den Weg gebracht, einzig die Ausleihe von Markus Rosenberg zu Racing Santander kam heute zustande. Schauen wir uns doch einmal an, was sich diesen Sommer bei den Grün-Weißen so alles getan hat:

Zugänge:

Marko Arnautovic: Der „Null-Bock-Ösi“ oder auch wahlweise „Problem-Ösi“ kam von Twente Enschede. Marko gilt als eines der ganz großen Talente in Europa, doch konnte dies zuletzt bei Inter Mailand kaum unter Beweis stellen. Arnautovic war der erste Neuzugang der Saison. Zuerst machte die Boulevardpresse und die restliche Sportjournaille ein Riesending aus der Tatsache, dass Arnautovic bei einer Trainingseinheit Strafrunden drehen musste, mittlerweile hat er aber spätestens beim 4:2 gegen Köln gezeigt, dass er auch sportlich für Schlagzeilen sorgen kann. Ich denke, an ihm werden wir noch unsere Freude haben.

Felix Kroos: Der kleine Bruder von Toni Kroos kam von Hansa Rostock nach Bremen und soll hier langsam aber sicher für die Zukunft aufgebaut werden. Machte in der Vorbereitung einen guten Eindruck und zeigte vielversprechende Ansätze. Wird aber wohl zunächst vor allem in der U23 zum Einsatz kommen.

Wesley: Das Dauerthema der Transferperiode. Gefühlte Ewigkeiten zogen sich die Verhandlungen zwischen Werder und dem FC Santos in die Länge. Irgendwann waren jedoch alle Parteien zufrieden und der Transfer wurde vollzogen. Wesley ist ein flexibel einsetzbarer Mittelfeldspieler, der sowohl DM als auch ZM kann. Ich denke, er könnte in Zukunft die Doppel-6 zusammen mit Bargfrede bilden und perspektivisch den Fringser beerben.

Mickael Silvestre: Sicherlich der bekannteste Neuzugang. Silvestre war einst eine feste Größe bei Manchester United und spielte die letzten beiden Saisons für den FC Arsenal. Er kann sowohl IV als auch LV und ich hoffe, dass seine Erfahrung vor allem auf Boenisch abfärbt und er nach dem Ausfall von Naldo für mehr Stabilität in der Abwehr sorgen kann. Eine gute Einschätzung zu dem Transfer gibt es drüben bei Tobias. Silvestre ist kein Heilsbringer, aber ich denke, er kann der Mannschaft weiterhelfen und ein wichtiger Teil der Mannschaft werden.

Abgänge:

Mesut Özil: „Schab Vertrag“ ist leider gegangen. Özil war zwar nie so charismatisch wie bspw. ein Diego und blieb immer distanziert, dennoch war er ein richtig guter Fußballer, der uns hier in Bremen viel Freude bereitet hat. Am Ende war ich dann doch etwas erleichtert, als der Transfer endlich verkündet wurde, da sich das Ganze dann doch schon einige Zeit hinzog. Der Deal, der erzielt wurde, ist für alle Seiten gut und ich denke, dass Bremen schon einen Weg finden wird, ihn zu ersetzen. Persönlich finde ich es sehr amüsant, dass Özil noch vor gar nicht allzu langer Zeit den FC Barcelona als seinen Traumverein bezeichnete. Wenig später geht er zum Erzrivalen der Katalanen und unterschreibt bei Real Madrid.

Peter Niemeyer:„Party-Peter“ konnte sich zwar nie in die Stammformation spielen, hatte aber aus meiner Sicht seinen Anteil daran, dass man zu Beginn der Rückrunde eine Serie mit 5 Niederlagen in Folge durchbrechen konnte. Nun ist er bei der Hertha aus Berlin gelandet und die Berliner haben eine Kaufoption für den blonden Schlaks.

Markus Rosenberg: Schon seit einiger Zeit stand Rosenberg im Schaufenster und es wurde auf einen Abnehmer gehofft. In dieser Saison war er gar nur Stürmer Nummer fünf hinter Pizarro, Almeida, Arnautovic und Wagner. Am letzten Tag der Transferphase hat sich Racing Santander seiner „erbarmt“ und ihn für ein Jahr ausgeliehen. Die Spanier haben eine Kaufoption auf den Schweden, zugleich hat Werder den Vertrag mit Rosenberg noch um ein Jahr verlängert. Beim Rückspiel der CL-Playoffs gegen Genua hat uns Markus mit seinem Tor zum 1:3 noch ein schönes Abschiedsgeschenk gemacht.

Carlos Alberto: Puh, endlich sind wir den los. Damals mit viel Getöse verpflichtet und mit ebenso viel Getöse gescheitert. Nun hat Vasco da Gama aus Brasilien uns den hoch veranlagten Alberto wieder abgenommen.

Marko Futacs wurde an den FC Ingolstadt ausgeliehen, während Timo Perthel für ein Jahr zu Sturm Graz geht. Aymen Abdennour ist nach der letzten Saison wieder zu seinem Verein ES Sahel Sousse gegangen.

Alles in allem eine gute Transferperiode, wie ich finde. Wenn man bedenkt, wie rar gute Linksverteidiger gesät sind und welche Preise für halbwegs talentierte Spieler fällig werden, muss man es einfach akzeptieren, dass der Verein „mal wieder“ keine große Lösung für die Position gefunden hat.