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Es ist viel passiert…

Hugo goes

Zum Fest der Liebe wurde die Beziehung zwischen Hugo Almeida und Werder Bremen geschieden. Angedeutet hatte sich der Abgang von Hugoal schon etwas länger, doch dann ging alles relativ schnell. Während in der Woche vor Weihnachten noch jeglicher Kontakt zu Besiktas von Hugo als Lüge abgetan wurde und er darauf insistierte, frühestens nach Weihnachten über seine Zukunft zu entscheiden, war der Deal dann doch vor dem Ende der Feiertage eingetütet.

Damit geht eine viereinhalb Jahre andauernde Ära zu Ende. Obwohl Hugo viele versprechende Ansätze eines wirklichen Klassestürmers hatte, konnte er sein Potential in Bremen nie ganz abrufen. Bezeichnend war irgendwie das Spiel gegen Pauli, wo er mit seinen drei Toren den Sieg klar machte und auf dem Weg zum Helden des Spiels war. Bis er dann seinen Gegenspieler Zambrano einen mitgab und die rote Karte sah. Auffällig war auch, dass Allofs und Schaaf nicht müde wurden, mehr Konstanz und Einsatz von Almeida einzufordern. Viele sahen darin völlig überzogene Kritik am portugiesischen Publikumsliebling, den die sportliche Führung wohl offensichtlich auf dem Kieker hatte. Ich denke, es müssen intern einige Dinge passiert sein, was sich auch an einem Interview mit Klaus Allofs ablesen lässt, welches kurz vor Weihnachten in der Kreiszeitung erschien. Es passiert in Bremen relativ selten, dass ein Spieler auf diese Art und Weise öffentlich abgewatscht wird.

Ich denke, dass es keinen Sinn gemacht hätte, Almeida unter diesen Umständen weiter zu halten, auch wenn sein Verlust sportlich sehr schmerzhaft ist. Obwohl ich Hugoal immer gemocht habe, hat er auch nie ganz die Erwartungen erfüllen können, die man in Bremen hatte. Und dass er „nur“ zu Besiktas wechselt und nicht in eine andere Top-Liga wie England, Spanien oder Italien, spricht da in meinen Augen auch Bände. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles gute.

Denni comes

Seit gestern ist der Transfer von Denni Avdic zum SVW offiziell. Der 22-jährige kommt vom schwedischen Erstligisten IF Elfsborg an die Weser. Dort wurde er mit 19 Toren und vier Vorlagen in der letzten Saison zum besten Torjäger. Ich kann zum Spieler nix sagen was über die üblichen Youtube-Videos hinausgeht. Doch auch ohne eine einzige Minute von ihm gesehen zu haben, wird er in den Foren schon jetzt von manchen als Pfeife abgestempelt. Frei nach dem Motto: „In Schweden macht auch meine 90-jährige Großmutter 19 Buden in der Liga. Und die kann kaum was sehen, hört schlecht, hat Rheuma und ’nen Herzschrittmacher!“.

Ich würde sagen, wie warten mal ab und freuen uns darüber, dass Allofs zeitnah reagiert hat. Avdic kann man morgen im Testspiel gegen Trabzonspor wahrscheinlich das erste Mal in Action sehen. Sport1 zeigt das Spiel ab 19:30 Uhr, wer interessiert ist.  In diesem Sinne: Välkomna Denni!

Das Lazarett

Schlechte Nachrichten gibt es von einigen Langzeitverletzten. Fangen wir mit unserem größten Sorgenkind an: bei Naldo wird es immer wahrscheinlicher, dass er diese Saison nicht wieder für die Grün-Weißen kicken wird. Das Knochen-Ödem, was ihn schon seit dem Sommer behindert, macht wohl einen operativen Eingriff unumgänglich. Ich hoffe, dass die Gerüchte um eine mögliche Sportinvalidität sich nicht bewahrheiten und er bald wieder gesund wird.

Wesley fällt auch länger aus als gedacht, da sich der Heilungsprozess seiner Sehnenverletzung im Oberschenkel in die Länge zieht. Auch Sebastian Boenisch wird noch ein bißchen auf sich warten lassen. Beide sind nicht mit nach Belek ins Trainingslager gefahren.

Wer will noch mal, wer hat noch nicht?

Ein paar Zitate unseres portugiesischen Starstürmers der letzten Wochen. Mal sehen, zu welchem Club der Herzen er aufgrund des guten Szenarios demnächst schwimmen möchte.

Porto ist der Verein meines Herzens, da habe ich viele schöne Momente erlebt

Ich würde nach Madrid laufen oder schwimmen. Für Real zu spielen, ist ein Traum für jeden Spieler.

Das Szenario gefällt mir. Besiktas ist ein gutes Team, das sich entwickelt.

Werder: 3 – Pauli: 0

Der vierfache Almeida

Das Spiel gegen die Kiezkicker endete endlich mal wieder mit einem Sieg und drei Punkten für die Grün-Weißen. Dabei brachte Almeida Werder schon in der ersten Minute auf die Siegerstraße. Der Portugiese legte in der 20. und der 63. sogar nochmal nach. Dabei zeigte er bei den beiden ersten Toren im 1 gegen 1 mit Paulis Keeper endlich mal die nötige Coolness, die mir oft bei ihm fehlt. Gerade das 2:0 war schon richtig gut von ihm gemacht. Nach einem Sprint von Strafraum zu Strafraum behält Hugo die Nerven und schlenzt den Ball cool ins lange Eck. Genau das hat mir bei Almeida immer gefehlt auf dem Weg zum Klassestürmer. Leider hat Almeida in der 80. Minute noch dafür gesorgt, dass wir die nächsten drei Bundesligaspiele auf ihn verzichten müssen. Auf Höhe der Mittellinie kam es zu einem Zweikampf mit Paulis Zambrano und da sich Hugo zu sehr provoziert fühlte, langte er noch mal hin. Das sich Zambrano das Gesicht hält, obwohl er im Nacken getroffen wurde, gehört wohl zu den normalen Dingen im modernen Fußball. Das ändert jedoch nix an der berechtigten roten Karte. Damit erweist Hugo der Mannschaft angesichts der angespannten Personallage einen Bärendienst vor den beiden Auswärtsspielen in Wolfsburg und Dortmund.

Nicht alles Gold, was glänzt

Das deutliche Ergebnis täuscht über einiges hinweg. Schon in der ersten Halbzeit hatte das Team es vor allem Tim Wiese zu verdanken, dass man mit einem 2:o und nicht mit einem 2:2 in die Pause ging. Immer wieder kam Pauli zu Chancen und auch die komfortable Führung brachte keine wirkliche Sicherheit ins Spiel der Bremer. Darüber hinaus war Pauli auch ein dankbarer Aufbaugegner: selbst spielerisch arg limitiert und immer wieder mit großen Lücken in der Abwehr, die es auch der zahnlosen Offensive der Bremer ermöglichte, sich Torchancen zu erarbeiten. Von Fortschritt zu sprechen wäre vermessen, zumal wir schonmal gedacht hatten, die Mannschaft hätte sich gefangen, bevor sie sich die nächste Packung abholte. Das nächste Spiel wird zeigen, ob es sich bei dem Sieg gegen die Hamburger um mehr als nur ein kurzes Strohfeuer handelt.

Die Causa Hunt

Kommen wir noch kurz zu Aaron Hunt. Am Sonntag schlug ihm spätestens bei der Auswechslung der Hass der eigenen Anhänger entgegen. Trotz einer 3:0-Führung und kurz vor Ende des Spiels wurde Hunt nach allen Regeln der Kunst ausgepfiffen, als er das Spielfeld verlässt. Und dafür fehlt mir ehrlich gesagt das Verständnis. Natürlich müssen sich Spieler Kritik gefallen lassen und Hunt habe ich bspw. nach dem Schalke-Spiel auch für seine körperlose Zweikampfführung kritisiert oder auch Silvestre an anderer Stelle. Und es ist auch richtig, dass Hunt nicht wirklich das zeigt, was wir alle von ihm erhofft haben. Doch diese Kritik sollte nach dem Spiel stattfinden und nicht währenddessen. Die Mannschaft befindet sich in einer schwierigen Situation und ich würde denken, dass die Fans das Team als Ganzes über 90 Minuten hinweg unterstützt. Aber dem ist nicht so. Und obwohl Teile der Fans Ihre eigenen Spieler verbal in der Luft zerreißen, ist man dann erstaunlich dünnhäutig, wenn man es wagt, die Fans selbst für ihr Verhalten kritisch zu hinterfragen. Dabei fungiert Hunt meiner Meinung nach nur als Sündenbock, denn gegen Pauli war er nicht der Schlechteste auf dem Platz. Da Borowski nicht mehr so recht als Blitzableiter taugt, pickt man sich also den nächsten raus, den man dann auch völlig unabhängig von seiner wirklichen Leistung niedermacht. Dabei wird ihm gerne vorgeworfen, er würde „andauernd“ behaupten, Özil ersetzen zu können. Dabei kann ich solche Aussagen gar nicht finden. Dass die Vereinsführung vorgesehen hat, dass Hunt im Verbund mit anderen den Verlust von Mesut würde auffangen können, kann man ihm ja kaum zum Vorwurf machen. Vielleicht ist ja jemand mal so freundlich, mir eine entsprechende Quelle zu nennen.

Unvermögen

Das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg fing erstmal mit einem kleinen Schock an, da sowohl Clemens Fritz als auch Petri Pasanen ausfielen und so Wesley die Linksverteidiger-Position zuteil wurde. Vor der Abwehr spielten Frings und Bargfrede, im offensiven Mittelfeld Marin und Arnautovic. Pizarro gab die hängende Spitze, während Hugo Almeida ganz vorne drin stand. Klaus Allofs meinte nach dem Spiel in München, die Mannschaft müsse das Positive aus der Partie mitnehmen. Und in den ersten 30 Minuten schien die Mannschaft dies auch zu tun. Nach gerade einmal 5 Minuten traf Almeida zum 1:0 für die Grün-Weißen und auch danach setzte man die Clubberer weiter unter Druck. Die wirkten mitunter wie ein angeknockter Boxer, doch leider verpassten es die Bremer, den entscheidenden Schlag auszuteilen. Nach spätestens 30 Minuten fand Nürnberg besser ins Spiel und konnte sich aus dem Würgegriff der Bremer befreien. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang dem Team von Dieter Hecking dann der Lucky Punch. Ein Einwurf auf der linken Bremer Abwehrseite landet im Strafraum bei Julian Schieber, der Prödl mit einem Bauerntrick aussteigen lässt und Gündogan bedient.

In der zweiten Hälfte fällt das 1:2 wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff, als Silvestre auf links erst den Zweikampf kurz vor der Mittellinie nicht gewinnt und dann nicht schnell genug wieder zurück ist. Spätestens das 1:2 bricht der Mannschaft das Genick. Ab da geht nichts mehr zusammen. Schaaf nimmt Silvestre und Bargfrede runter und löst schon eine halbe Stunde vor Spielende die Viererkette auf und lässt eine Dreierkette antreten. Leider kann die Mannschaft keinerlei Druck aufbauen, der zu wirklich gefährlichen Szenen geführt hätte. Am Ende fängt sich das Team noch das 1:3. Das Erschreckende an der Szene war für mich, dass einzig Frings irgendwelche Anstalten gemacht hat, die drei Schüsse aufs Tor, die die Nürnberger brauchten, zu verhindern. Die anderen Spieler schauen sich das Treiben seelenruhig an. Das 2:3 durch Claudio Pizarro kommt zu spät.

Leider hat sich die Mannschaft (wie auch gegen München im Pokal) das Leben selbst schwer gemacht. Vorne wurden auch die besten Chancen nicht genutzt oder Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt und hinten sorgten individuelle Fehler für die beiden ersten Gegentore. Es lässt mich als Fan immer wieder gleichermaßen sprachlos und wütend zurück, wenn ich sehe, wie das Team sich alles mit dem Arsch wieder einreißt, was man sich aufgebaut hat. Vor allem finde ich es auch zweifelhaft, dass Pizarro nach dem Gladbach-Spiel irgendwas von Titel gefaselt hat. Er sollte langsam wissen, dass man lieber einfach mal die Kampfansagen dann bringt, wenn man diese auch vorher und nachher mit Leistung unterfüttern kann. Die Mannschaft hat kaum Zeit zur Erholung, denn am Dienstag steht das „Do or Die“-Spiel gegen Twente Enschede in der Champions League an. Mein Optimismus der letzten Tagen ist mit dem gestrigen Spiel wieder verflogen und die Frage lautet nun: „Quo vadis, Werder?“. Die Mannschaft zeigt ihre zwei Gesichter in immer kürzeren Abständen und lässt selbst über 90 Minuten jegliche Konstanz vermissen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Das bittere Aus im Pokal gegen die Bayern war schmerzhaft, aber es gibt viel Positives mitzunehmen aus der Partie. Gerade die Tatsache, dass die Mannschaft sich zahlreiche Gelegenheiten erspielt hat, ist so ein Positivum. Natürlich hätten Arnautovic und Prödl auch mal eine der Chancen machen können (bzw. der Weiner mal nicht dieses Phantomfoul von Prödl an Badstuber pfeifen sollen), aber immerhin hatten wir diese Chancen und gerade die Dinger von Arno waren teils sehr gut herausgespielt. Auch defensiv war das sicherer als so manches Mal in dieser Saison. Beim 1:1 macht Wesley auf außen die Winkerkrabbe und verpennt es, aufzurücken und das 1:2 ist so ein Sonntagsschuß, wie er nicht alle Tage vorkommt. Und Schaaf hatte nach der Partie recht, als er feststellte, dass man sich selber geschlagen habe. Wir haben nicht gegen einen deutlich besseren Gegner einen aufs Dach bekommen, sondern es versäumt, die Klasse-Chancen, die wir hatten, zu nutzen. Ob die Niederlage damit nun unverdient ist, sei einmal dahingestellt, denn für eine verdiente Niederlage gibt es genauso wenig Punkte wie für eine unverdiente bzw. in diesem Fall scheidet man im Pokal aus.

Was auch gefällt, ist die Tatsache, dass sich allmählich eine Formation und das dazugehörige Personal herauskristallisieren. Am Dienstag spielte Werder mit einem 4-2-3-1 mit Pizarro als Sturmspitze, Arno links und Marin rechts im Mittelfeld, während Wesley die zentrale Position besetzte. Hunt kann eine der Positionen übernehmen, wenn Bedarf ist und Wesley kann eine der beiden 6er-Positionen einnehmen. Solange alle fit und gesund sind, ist Almeida der Verlierer in diesem System. Trotz seiner bisher fünf Saisontreffer, scheint Schaaf lieber auf Pizarro zu setzen, wenn dieser fit ist. Man darf gespannt sein, wie sich das langfristig auf die Vertragsverhandlungen mit dem Portugiesen auswirkt.

Mit einem Dreier im Spiel morgen gegen die Clubberer können die Bremer noch weiter nach vorne marschieren. Platz drei ist derzeit nur zwei Punkte entfernt und das ist angesichts der bisher mauen Saison beachtlich. Das zeigt, dasss diese Saison viele Teams ihren eigenen Ansprüchen hinterherlaufen (Bayern, Schalke, Wolfsburg). Letzte Saison gab es zu Hause einen 3:2-Sieg gegen Nürnberg, bei dem das „Highlight“ die Rote Karte gegen Torsten Frings war, die es für rein gar nichts gab. Ich erwarte einen unangenehmen Gegner, der diszipliniert spielen wird und immer wieder Nadelstiche per Konter setzt. Da heißt es, Geduld zu wahren und die Nürnberger nicht zu viele Räume für Konter zu geben.

Forza SVW!

Sieg im Nordderby

Gestern abend kam es zum Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV. Beide Mannschaften waren vor dem Spiel nicht unbedingt mit breiter Brust ausgestattet. Bremen hatte die beiden vorherigen Spiele gegen Mainz und Hannover verloren und der HSV 3 sieglose Spiele hinter sich. Das Spiel war vom Verlauf her eher kurios. Der HSV hatte zu Beginn mehr vom Spiel, war aber nicht wirklich gefährlich, bis van Nistelrooy in der 21. den Ball am Gehäuse vorbeispitzelte. In der 25. Minute dann fälscht Demel eine Hereingabe von Marin unhaltbar zum 1:0 ab. Dem Tor vorausgegangen war ein schöner Konter über Prödl, Hunt und Pizarro, der den entscheidenden Ball auf Marin spielte. Nur dreieinhalb Minuten später schlägt Hunt einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Hamburger Strafraum und Almeida ist zur Stelle und markiert das 2:0. Die Tore kamen aus dem Nichts. Bremen stand zwar hinten sicherer als zuletzt, doch wirlich stark waren sie bis dato nicht gewesen.

Schaaf ließ das Team mit einer Art Raute spielen. Frings vor der Abwehr und nominell Wesley und Marin auf den Halbpositionen sowie Hunt hinter den Spitzen. Im Spiel selbst rochierten alle bis auf Frings munter durcheinander, ohne jedoch wirklich Zug nach vorne entwickeln zu können. Nachdem die Mannschaft das 2:0 mit in die Kabine nahm, spielte sie in der zweiten Halbzeit viel zu verhalten. Hamburg kam besser ins Spiel, ohne jedoch allzu viele Torchancen zu bekommen. In der 59. macht van Nistelrooy das 2:1 mit der Hacke, nachdem ihm Pitroipa das Ding serviert. Nochmals dreieinhalb Minuten später macht Pitroipa das 2:2 mit einem satten Distanzschuß. Auch die Tore hatten sich nicht wirklich angedeutet. Daraufhin entwickelte sich noch ein munterer Schlagabtausch und in der 85. machte Almeida nach feinem Zuspiel von Wesley das 3:2. Am Ende ging der Puls wieder bedrohlich hoch, als Prödl sich ein-, zweimal übelst verschätzte und Merte eine Großchance von van Nistelrooy verhindern konnte.

Am Ende hat die Mannschaft wichtige drei Punkte einfahren können, ohne dabei wirklich geglänzt zu haben. Während es spielerisch immer noch an vielen Ecken haperte, zeigte das Team durchaus eine ansprechende Einstellung. Vor allem Frings, der sich unter der Woche mehrfach lauthals beschwert hatte, ließ seinen Worten auch Taten folgen und machte in meinen Augen eine sehr gute Partie. Lob gebührt auch Wesley, der im Mittelfeld viel unterwegs war und zeigte, dass er sich mehr und mehr zurecht findet. In der 42. Minute musste Fritz vom Platz und für ihn kam Bargfrede, die vakante Position des Rechtsverteidigers übernahm Wesley, der auch dort einen guten Job machte. Im Laufe des Spiels traute er sich dann auch mehr nach vorne und bereitete das 3:2 vor. Als letztes möchte ich Mertesacker hervorheben, der sich voll reinhängte und obwohl er manchmal noch etwas zörgerlich im Luftduell war, machte er eine starke Partie. Vor allem seine Rettungstat kurz vor Ende der Partie, als er sich in einen Schuß von van Nistelrooy warf, war sehr sehr wichtig.

Das Spiel gester war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, mehr aber nicht. Die Einstellung stimmte und das Team hat sich sichtlich bemüht. Knackpunkt war weiterhin das spielerische Element, so ging es nur selten schnell und konsequent nach vorne. Doch mit mehr Sicherheit wird auch das bald wieder kommen. Am Mittwoch muss das Team in Mailand gegen den CL-Titelverteidiger ran. Ein Spiel, in dem man sich auch viel Selbstvertrauen holen kann, wenn man es schafft, halbwegs erfolgreich abzuschneiden.