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Klatsche gegen HSV – es könnte echt passieren – 2. Liga

Was war das? Ich habe das Spiel zwischen Werder und dem HSV nicht live, sondern in der Sportschau gesehen. Aber das was ich gesehen habe, hat mich erschüttert. Werder spielte wir ein Absteiger. Insbesondere das Defensiv-Verhalten war unterirdisch. Und damit meine ich besonders Per Mertesacker. Der war an drei Gegentoren beteiligt. Im Interview sagte er: „Ich freue mich auf bessere Zeiten. Wir können Abstiegskampf“. Bessere Zeiten? Darauf können wir wohl lange warten, wenn die Mannschaft weiter so spielt. Und nach Abstiegskampf können, sieht es nun wirklich nicht aus. Schließlich ist nicht nur Mertesacker außer Form. Frings oder Marin gehen doch in jedem Spiel baden. Und der tolle Arnautovic stolziert lustlos über den Platz. Der Rest läuft brav mit. So könnte es echt passieren – 2. Liga!

Und dann ist da noch das Thema Allofs und Schaaf. Allofs sagte nach dem Spiel: „ Der Trainer steht nicht zur Disposition. Wir arbeiten auch in Zukunft mit ihm zusammen. Es gibt keinen Trainer, der aus dieser Mannschaft mehr rausholen kann.“ Naja, offensichtlich kann Thomas Schaaf aktuell nicht viel aus der Mannschaft rausholen. Ich bin nun wirklich kein Freund von schnellen Trainerentlassungen, nur weil es mal nicht so gut läuft. Aber bei Werder läuft nichts. Und da muss auch mal über einen neuen Trainer nachgedacht werden!

Zwischen zwei Derbys

Das erste von zwei direkt aufeinander folgenden Nordderbys endete am Sonntag mit einem wenig zufriedenstellenden 1:1 zwischen Werder Bremen und Hannover 96. Zwar gab es durchaus gute Ansätze im Spiel der Bremer, vor allem in den ersten 25 Minuten, doch letztlich war es nicht ausreichend, um Hannover zu schlagen. Nach dem angesprochenen guten Start in die Partie mussten die Grün-Weißen den Gegentreffer durch Ya Konan hinnehmen, als Silvestre gegen den Ivorer nicht in den Zweikampf kommt und sich leicht abschütteln lässt und Merte sich zu sehr darauf verlässt, dass Silvestre die Situation schon irgendwie lösen wird. Es war der klassische „Lucky Punch“, denn Hannover schoss hier zum ersten Mal aufs Tor und schon zappelte die Kugel im Netz. Das bis dahin durchaus ansehnliche Spiel nach vorne geriet ins Stocken und man merkte der Mannschaft nur allzu deutlich die neuerliche Verunsicherung an.

In der zweiten Halbzeit war es eine durchaus ausgeglichene Partie, doch erst nach dem Abpfiff kam nochmal richtig Stimmung auf, als Hannovers Schmiedebach Sekunden nach dem Abpfiff noch Marko Marin trat und sich die klassische Rudelbildung vollzog. Schmiedebach kassierte seine fünfte Gelbe und wurde von Coach Slomka dafür ordentlich angepöbelt. Den Bremern hilft der Punkt nicht so richtig weiter und an dieser Stelle traut man sich auch schon gar nicht mehr, das Positive zu betonen und darauf zu hoffen, dass man diese Dinge in den kommenden Spielen aufgreifen kann und weiter ausbaut. Zu oft folgte in dieser Saison eine herbe Enttäuschung, welche die zarte Hoffnung auf Besserung gleich wieder zunichte machte.

Am Samstag geht es also gegen den HSV im großen Nordderby. Nach der gestrigen 0:1-Pleite im Dorfderby gegen den FC St. Pauli ist wieder Trauerstimmung an der Arena in Stellingen. Ich hoffe, dass die HSVer sich den Schock bis Samstag erhalten und angeknockt gegen uns antreten, denn das kann uns nur entgegenkommen. D0ch in dieser Saison ist auch der HSV eine muntere Wundertüte. Gemessen am Potential des Kaders und den Ansprüchen in Verein und im Umfeld ist die Spielzeit alles andere als gut, auch wenn die Jungs von der Elbe bei weitem nicht so prekär dastehen wie Werder.

Was den Ausblick für das Wochenende auch nicht viel besser macht, ist die Tatsache, dass Pizarro am Samstag nicht wird auflaufen können, da es sich eine Zerrung im Spiel gegen Hannover zugezogen hat. Damit ist die Bremer Lebensversicherung mal wieder nicht zur Stelle, um den Karren im Zweifel aus dem Dreck ziehen zu können. Dafür ist Wesley wieder im Mannschaftstraining und wird mit nach Hamburg fahren. Also, machen wir es doch einfach wieder so wie Anno 2009.

War das die Wende?

Im Überschwang des in der Nachspielzeit erzielten 1:1 gegen Mainz 05 ließ sich Claudio Pizarro zu folgender Aussage hinreißen: „Ich glaube, das war die Wende.“. Betrachtet man das Spiel etwas distanzierter, so wird einem klar, dass die Mannschaft sich nicht aufgegeben hat und auch bis zuletzt gekämpft hat, was ja auch belohnt wurde. Doch eine Wende im Sinne eines Turnaround ist es wahrlich nicht gewesen. Am Ende hat man den Punkt auch vor allem der Abschlussschwäche der Mainzer zu verdanken, die einige gute Torgelegenheiten nicht nutzen konnten.

Die Grün-Weißen traten durchaus kämpferisch auf und versuchten, vor allem über Kampf und Defensive ins Spiel zu kommen. Doch schon beim Gegentor machten sich die alt bekannten Aussetzer bemerkbar, als Pasanen einfach mal stehen bleibt, um den durchbrechenden Schürrle noch irgendwie ins Abseits zu stellen, anstatt mit nach hinten zu rennen. Auch in einigen anderen Szenen konnten die Mainzer die verunsicherte Defensive in Bedrängnis bringen, doch mit vereinten Kräften konnte man weitere Gegentore verhindern. Rein von der Einstellung und dem Einsatz her will ich der Mannschaft keine Vorwürfe machen.

Im Spiel nach vorne ist das eine andere Sache. Gerade einmal drei gefährliche Szenen konnte die Mannschaft in 90 Minuten vorweisen: Marko Marins Dribbling gegen Christian Fuchs, als ein klarer Elfer nicht gegeben wurde; ein Schuss von Marko Marin nach mehr als 75 Minuten und das Tor von Claudio Pizarro. Dies ist angesichts des durchaus vorhandenen Talents in der Offensive deutlich zu wenig. Der Ball läuft nur stockend durch die eigenen Reihen und es gelingt der Mannschaft nicht, ausreichend Gefahr auszustrahlen. Ein Problem sind dabei vor allem die Standardsituationen. Gerade wenn es bei einer Mannschaft im Angriff nicht läuft, müssen auch mal einfache Tore aus Freistössen und Ecken her. Doch die Standards gestern waren nicht mal dazu geeignet, den Hauch von Gefahr heraufzubeschwören. Zu selten wird der eigene Mann gefunden oder der Ball mal scharf reingebracht, um Verwirrung im gegnerischen Strafraum zu stiften.

Das späte Tor und der damit verbundene Punkt ist vor allem aus moralischer Perspektive wichtig. Zum einen hat sich die Mannschaft nicht hängen lassen und am Ende selbst belohnt. Zum anderen wäre man bei einer Niederlage auf den Relegationsplatz gerutscht. Man hat jetzt auch nur einen Punkt Vorsprung auf Platz 16, aber auf den ersten Blick sieht Platz 13 freundlicher aus als Platz 16. Am nächsten Sonntag geht es gegen Hannover 96. Langsam wird ein Dreier zur Pflicht, da es nun unten immer voller wird. Zwischen Platz 12 (VfL Wolfsburg) und Platz 17 (VfB Stuttgart) liegen gerade einmal vier Punkte.

Faraway, so close

Ein Punkt ist sicherlich besser als kein Punkt, doch nach dem gestrigen Spiel in Wolfsburg bleibt doch ein fader Beigeschmack. In einem Spiel, das auf sehr schwachem Niveau stattfand, hatten Frings (vom 11er-Punkt), Arnautovic (frei vor Benaglio) und Hunt (kurz vor Ende) die großen Chancen, das Spiel zugunsten der Bremer zu entscheiden.

Diego, Diego, Diego…

Das Spiel war nicht das Aufeinandertreffen der „Enttäuschten“, sondern auch das erste Spiel von Diego gegen seinen Ex-Club. Das merkte man Sky-Kommentator Michael Born auch an: jedesmal, wenn der kleine Brasilianer am Ball war, konnte man förmlich hören, wie Born ins Mikro sabberte. Dabei spielte Diego die ersten knapp 30 Minuten sehr auffällig und war offensichtlich darauf aus, es gegen seine Ex-Kollegen allen zu beweisen. Und Born wartete nur auf den alles entscheidenden Satz: „Ausgerechnet Diego!“. Doch nach ca. 30 Minuten passte sich Diego dem allgemeinen Niveau des Spiels an und verschwand zunehmend in der Versenkung.

Während Bremen offensichtlich in der ersten Halbzeit darauf aus war, nicht allzu viel zuzulassen und tief gestaffelt auf Konter zu warten, lief bei Wolfsburg fast alles über Diego. Als er abtauchte, ging auch beim VW Betriebssportverein nicht mehr viel nach vorne. Wunderstürmer Dzeko sah im gesamten Spiel keinen Stich und wurde von Mertesacker über weite Strecken abgemeldet. Nach vorne zeigten sich im Bremer Spiel die alten Probleme. Zwar gab es einige viel versprechende Kontersituationen, doch dann fehlte es am letzten Pass oder an der passenden Anspielstation. Dabei muss ich sagen, dass mir vor allem Hunt gestern gefallen hat. Er hatte gute Aktionen und harmonierte gut mit Arnautovic, der vorne alleine seine Kreise zog.

Elfer-Drama

In der zweiten Halbzeit versuchten die Bremer das Heft etwas mehr in die Hand zu nehmen, doch wirkliche Chancen sprangen dabei nicht heraus. Ein Problem war die Tatsache, dass Arnautovic sich immer wieder auf die Flügel fallen ließ, dann aber die Abnehmer für seine Hereingaben fehlten. In der 74. war Wolfsburgs Josué so freundlich, Bargfrede im Strafraum der Golfsburger zu legen und der (für meine Begriffe schwache) Schiri Aytekin gab Strafstoß. Frings nimmt sich den Ball, läuft an und vergibt. Nach dem Spiel meinte Frings, er wollte ihn die Mitte schießen, habe aber den Ball nicht richtig getroffen, so dass Benaglio ihn mit Glück halten konnte. Nur drei Minuten später segelt ein hoher Ball in den Bremer Strafraum, Prödl nimmt den Arm im Zweikampf gegen Mandzukic ein bißchen zu hoch und Mandzukic bricht zusammen, als hätte ihn einer der Klitschkos getroffen. Aytekin zeigt wieder auf den Punkt und Dzeko tritt an, um den Ball über das Tor zu befördern. Wahrscheinlich auch ein Novum, dass zwei so kurz hintereinander gegebene Elfer verschossen wurden.

In der Schlussphase hatten Arnautovic und Hunt die oben angesprochenen Chancen, den Dreier doch noch einzufahren. Letztlich blieb es bei der Punkteteilung. Bremen ist nun zwei Spiele in Folge ungeschlagen und das ist doch schonmal etwas. Nun noch die Partie gegen Dortmund überstehen und sich in die Winterpause zu retten, wo dann hoffentlich die Verletzten wieder ins Team zurückkehren und man die Möglichkeit hat, weiter an den vielen Schwachstellen zu arbeiten. Vor allem das Spiel nach vorne hat sehr viel Sand im Getriebe. Hunt muss konstanter werden, Arnautovic die dicken Gelegenheiten auch mal nutzen und Marin sich wieder häufiger im 1:1 durchsetzen. Hoffen wir mal, dass Pizarros Knochen in der Rückrunde länger halten und dann ist da javielleicht auch noch Hugo „Ich schwimm nach Madrid“ Almeida, unser bisher bester Torjäger.

London calling

Das Spiel gegen Tottenham endete mit 0:3 und damit ebenso enttäuschend wie die letzten Pflichtspiele. Zudem hat man sich nun endgültig aus allen europäischen Wettbewerben verabschiedet, da man auch nicht mehr auf Platz 3 und damit in die Europa League kommen kann. Natürlich konnte man bei der Latte an Verletzten (Pizarro, Arno, Hugo, Wesley, Silvestre, Naldo) und der Sperre vom Lutscher jetzt nicht sooo viel erwarten. Es ging nur darum, kleine Schritte in die richtige Richtung zu machen und dies ist zum Teil auch gelungen. So zeigten einige wieder mehr Einsatz als zuletzt, wie z.B. Marin oder Hunt. Und das ist auch schon die Crux an der Sache, dass man schon so sehr nach Anzeichen der Besserung sucht, dass man es schon als Erfolg wertet, wenn ein Marko Marin mal einen Sprint nach hinten hinlegt, um seinen Gegenspieler ein bißchen unter Druck zu setzen.

Die Gegentore wurden alle über außen vorbereitet und immer wieder hatten dann Tottenhams Spieler viel zu viel Platz im Bremer Strafraum. Vor allem Merte konnte sich nicht einmal entscheidend gegen Crouch durchsetzen, was ich schon auch bezeichnend finde, da Crouchie ja nicht viel größer ist. Dominik Schmidt wurde als Lichtblick gefeiert, aber so toll fand ich seinen Auftritt jetzt nicht. Er war solide, aber für den Tunnel, den er vor dem 0:3 von „One-Trick-Pony“ Aron Lennon kassiert, hätten wir Boenisch oder Co. hochkant gelyncht. Und da er nach dem Bauerntrick auch erstmal staunend zuguckt, ist das jetzt keine Sache, die ich nur auf mangelnde Erfahrung zurückführen möchte. Aber ich will hier auch gar nicht den Stab über die jungen Spieler aus der zweiten Mannschaft brechen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und da sich aus den 90 Minuten gegen Tottenham nicht viel mitnehmen lässt, richten sich die Blicke schonmal auf den nächsten Bundesliga-Auftritt gegen St. Pauli. Hier müssen wieder Punkte her und vor allem auch mal wieder Tore. Hoffen wir, dass sich das Lazarett bis dahin wieder ein bißchen lichtet.

Speechless

Kaum war das zarte Pflänzchen Hoffnung nach dem Spiel gegen Frankfurt ein wenig ergrünt, da stampft die Realität mit schweren Stiefeln alles platt. 0:4 gegen Schalke, die ebenfalls nicht auf der Sonnenseite der Tabelle wohnen. Doch Bremen erweist sich – wie schon beim Spiel gegen Stuttgart – als gern gesehener Aufbaugegner. Der Frust ist groß und guter Rat ist teuer. Der Chor derer, welche die Absetzung von Schaaf fordern und Allfos noch gleich dazu, wird stündlich größer. Dabei darf man bei aller berechtigten Kritik an den beiden auch nicht übersehen, dass weder die Einkaufspolitik noch die taktischen Vorgaben von der Bank etwas damit zu tun haben, dass sich eine Mannschaft innerhalb von zwei Wochen so abschlachten lässt. Da müssen sich auch die Spieler mal deutlich an die eigene Nase fassen. Im worum hieß es, der Ruf nach Konsequenzen für die Spieler (Suspendierungen und Co.) wäre populistisches Gefasel. Stimmt, ist es wohl auch, aber ist der Ruf nach des Trainers Kopf weniger populistisch? Ist es so populistisch, von Profis zu erwarten, wenigstens den grundlegenden Dinge ihres Berufes nachzugehen? Ist eine Trainerentlassung nicht ein nettes Alibi für die Spieler? „Ich würde ja gerne besser spielen, aber ich mag den Mann an der Seitenlinie mit seiner brummigen Art nicht“.

„Der Discokönig“

Sicher, es ist naiv, das Lied von den hochbezahlten Profis zu singen, die keine Leistung bringen. Aber worin liegt die Kunst des „Trainer raus“-Kanons? Nehmen wir uns einmal drei Spieler von gestern raus. Fangen wir mit Aaron Hunt an. Ich habe lange zu Hunt gehalten und immer gehofft, er würde irgendwann den Schritt weiter nach vorne machen. Letzte Saison machte in dieser Hinsicht wieder ein bißchen Hoffnung und er zeigte einige ansprechende Spiele. Doch diese Spielzeit steht er vermehrt im Fokus und es scheint, er würde unter dem Druck zusammenfallen wie ein mißglücktes Soufflé. Gestern „glänzte“ er mit dem Zweikampfverhalten, für das sich eine Slalomstange schämen würde. Bezeichnend die Szene beim 0:2, wo er seelenruhig zuschaut, wie Raùl zum Abpraller sprintet und diesen reinschiebt. Hunt stand in dem Moment ja nur ein paar Meter dichter am Tor, was soll man da schon machen?

Der Strassenfußballer“

Marko Marin ist auch ein Spieler, der weit hinter seinen Erwartungen zurückbleibt. Ja, Schaaf hat am Anfang ein paar Spiele lang versucht, aus dem guten Dribbelkönig einen 10er zu machen. Vielleicht hat er zu lange probiert, Marko in eine Rolle zu drängen, die er offensichtlich nicht mag, aber mittlerweile spielt Marin entweder klassisch auf außen oder als zweiter Stürmer, der um einen zentralen Mittelstürmer wirbelt (was er letzte Saison häufig mit Pizarro praktizieren durfte). Zusammen mit Hunt sollte Marin wohl den Weggang von Özil einigermaßen kompensieren, doch leider macht Marko eher drei Schritte zurück als einen nach vorne. Er trifft oft genau die falsche Entscheidung: er passt, wenn er schießen könnte und umgekehrt. Zudem fällt es ihm schwer, Gegner im Dribbling zu bezwingen bzw. Gegner auf sich zu ziehen, um dann den Ball abzulegen. Mittlerweile wird ihm auch in der Nationalmannschaft der Rang von einigen Spielern abgelaufen, die in letzter Zeit auf sich aufmerksam gemacht haben.

„Der Anker“

Zu guter Letzt kommen wir zu Per Mertesacker. Laut kicker immernoch DER Innenverteidiger der Liga und der Nationalmannschaft. Von einem Spieler mit seiner Erfahrung und seinem Standing würde ich mir wünschen, dass er der ruhende Pol der Mannschaft ist. Doch leider schafft auch Merte es nicht, zum einen die Abwehr einigermaßen zu ordnen und zum anderen fällt er selber durch eklatante Fehler auf. So legt er gestern Raùl das 0:3 mustergültig auf und schon in der ersten Hälfte stand er fünf Meter neben Huntelaar, als diesem eine Flanke genau serviert wurde. Ich würde meinen, dass man einem Merte nicht extra erklären muss, wie torgefährlich der olle Holländer ist.

Vorerst scheint es, als würde Schaaf weiter im Amt bleiben, so hat es zumindest heute Allofs verkündet. Ich weiß nicht, wie es weitergehen wird und ein Patentrezept für die jetzige Situation habe ich auch nicht parat. Vielleicht schmeißt Schaaf auch im Winter von selbst die Brocken hin, weil er sich das nicht mehr geben will. Ich würde es verstehen. Den eine Unterstützung von seiten der Mannschaft sieht einfach anders aus. Wichtig ist, dass man auch mal im Umfeld sich mit Ansagen mal zurückhält. Vor dem Spiel auf Schalke machte Allofs Aussage die Runde, man solle mal eine Serie starten und am besten 15 Punkte aus den verbleibenden 5 Spielen holen. Dabei sollte man doch gelernt haben, dass solche Aussagen immer wieder als Bumerang zurückkommen. Wie oft hatte man in den vergangenen Jahren verkündet, man wolle Platz X erreichen oder Meister werden? Und noch jedesmal quittierte die Mannschaft diese Sprüche mit konsequenter Nichtleistung. Jetzt heißt es, Klappe halten und Leistung bringen. Nicht mehr und nicht weniger.