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Vorschau auf Düsseldorf

Morgen nachmittag steigt das epische Duell um Platz vierzehn zwischen Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen. Der neutrale Beobachter denkt vielleicht eher an Not gg. Elend oder eben Platz 14 gg. Platz 15. Auf Bremer Seite fällt im Vorfeld des Spiels vor allem das langsam voll werdende Lazarett auf. Ignjovski, Fritz, Schmitz, Akpala, Füllkrug, Ekici, Hunt und heute dann noch Sokratis und Trybull. Das Team stellt sich mittlerweile von alleine auf. Dafür rücken Spieler aus der U23 in den Kader nach, wie bspw. Wurtz oder Wegener.

Wie gestern im Grünweiß-Stammtisch angesprochen, rechnet wohl keiner mit einem schönen Spiel, nicht zuletzt auch durch die lange Liste an Ausfällen. Dadurch, dass Düsseldorf noch ein Stück dichter am Relegationsplatz ist (29 Punkte, d.h. 5 Punkte Vorsprung auf Platz 16) und im eigenen Stadion antritt, rechne ich damit, dass sie etwas aktiver sein werden. Das könnte Bremen die Möglichkeit eröffnen, sich – analog zum Gladbach-Spiel – eher defensiv auszurichten.

Ich habe letzten Freitag das Auswärtsspiel der Düsseldorfer gesehen und habe da nichts gesehen, was mich jetzt in Angst und Schrecken versetzen würde. Über weite Strecken waren die Düsseldorfer das aktivere Team, konnten aber kaum wirkliche Torgefahr entwickeln. Sie waren aber auch keine drei Tore schlechter als Hoffenheim. Beim 0:1 kassiert die Fortuna einen Gegentreffer nach eigenem Standard, das 0:2 ist ein Eigentor und das 0:3 ein klassischer Konter in der Schlussphase. Neben der defensiven Ausrichtung hoffe ich aber auch darauf, dass Schaaf vorne auf Schnelligkeit setzt, um mögliche Ballverluste des Gegners in schnelle Angriffe umzumünzen.

Abseits von der sportlichen Komponente und den möglichen Auswirkungen auf den Abstiegskampf ist es auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Trainer Norbert Meier spielte jahrelang an der Weser und Rechtsverteidiger Leon Balogun wechselte vor der Saison von Bremen an den Rhein, wo er sich mittlerweile einen Stammplatz erarbeitet hat. Ich tippe auf ein sehr zähes Spiel, welches sicherlich keinen Schönheitspreis gewinnt und auf ein Unentschieden. Und damit wäre ich angesichts der aktuellen Umstände nicht unzufrieden.

Lebenslang Grün-Weiß!