Tag Archives: Per Mertesacker

Klatsche gegen HSV – es könnte echt passieren – 2. Liga

Was war das? Ich habe das Spiel zwischen Werder und dem HSV nicht live, sondern in der Sportschau gesehen. Aber das was ich gesehen habe, hat mich erschüttert. Werder spielte wir ein Absteiger. Insbesondere das Defensiv-Verhalten war unterirdisch. Und damit meine ich besonders Per Mertesacker. Der war an drei Gegentoren beteiligt. Im Interview sagte er: „Ich freue mich auf bessere Zeiten. Wir können Abstiegskampf“. Bessere Zeiten? Darauf können wir wohl lange warten, wenn die Mannschaft weiter so spielt. Und nach Abstiegskampf können, sieht es nun wirklich nicht aus. Schließlich ist nicht nur Mertesacker außer Form. Frings oder Marin gehen doch in jedem Spiel baden. Und der tolle Arnautovic stolziert lustlos über den Platz. Der Rest läuft brav mit. So könnte es echt passieren – 2. Liga!

Und dann ist da noch das Thema Allofs und Schaaf. Allofs sagte nach dem Spiel: „ Der Trainer steht nicht zur Disposition. Wir arbeiten auch in Zukunft mit ihm zusammen. Es gibt keinen Trainer, der aus dieser Mannschaft mehr rausholen kann.“ Naja, offensichtlich kann Thomas Schaaf aktuell nicht viel aus der Mannschaft rausholen. Ich bin nun wirklich kein Freund von schnellen Trainerentlassungen, nur weil es mal nicht so gut läuft. Aber bei Werder läuft nichts. Und da muss auch mal über einen neuen Trainer nachgedacht werden!

3 Projekte

Gestern endete die Transferphase. Die Endphase war nochmal richtig spannend: Schalke und Wolfsburg versuchten, alles zu kaufen, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Der Deal von Maxim Choupo-Moting  zwischen Hamburg und Köln scheiterte an einem defekten Faxgerät. Auf der Insel Liverpool erst Andy Carroll für aberwitzige 41 Millionen Euro, um anschließend Fernando Torres Richtung Chelsea ziehen zu lassen. Im Gegensatz dazu blieb es an der Weser erstaunlich ruhig. Dabei hat man drei Baustellen im Kader bearbeitet. Mit Denni Avdic holte man Ersatz für den abgewanderten Hugo Almeida, Predrag Stevanovic spielt nominell im offensiven Mittelfeld und unser letzter „Neuer“ kann sowohl in der Innenverteidigung als auch als Linksverteidiger auflaufen.

Dabei sind alle drei eher Optionen auf die Zukunft, als sofortige Impulsgeber. Avdic konnte bisher noch kaum überzeugen, was wohl auch der Tatsache geschuldet ist, dass er erstmal die körperlichen Defizite aufholen muss, die das frühe Ende der schwedischen Saison so mit sich brachte. Stevanovic kommt aus der zweiten Mannschaft von Schalke und mit 19 kann man da auch jetzt auch nicht von ihm erwarten, die Probleme im Bremer Spielaufbau im Vorbeigehen zu lösen.  Samuels voller Name Samuel Firmino de Jesus verspricht einiges, doch zuletzt war der 24-jährige Defensivmann arbeitslos und so wird er auch sicherlich Zeit brauchen, um sich in Bremen einzuleben. Das heißt nicht, dass es sich hier um drei Flops handelt, doch sind es Investitionen, deren Rendite noch auf sich warten lässt. Damit wird man erstmal mit dem vorhandenen Spielermaterial in die verbliebenen 14 Spiele gehen.

Allofs hatte während der Winterpause immer wieder an der einen oder anderen Stelle verlautbaren lassen, dass sich der derzeitige Kader ohne internationalen Wettbewerb nicht finanzieren ließe. Dies war ja schon immer offensichtlich, wenn man sich die Rahmenbedingungen in Bremen anschaut, doch war ich immer davon ausgegangen, dass man zumindest eine oder zwei Saisons überbrücken könnte, ohne dass man gleich umbauen muss. Doch wenn man trotz der prekären sportlichen Lage und den durchaus vorhandenen Baustellen im Kader so zögerlich agiert, scheint der finanzielle Spielraum doch noch enger zu sein, als ich gemutmaßt hatte. Man kann gespannt sein, was im Sommer passiert. Mit Jensen und Pasanen scheint man nicht mehr zu planen, hinzu kommt das mögliche Karriereende vom Lutscher. Auch Mertesacker wird immer wieder mit einem Abgang im Sommer in Verbindung gebracht. Ein Umbruch im Kader wird wohl die Konsequenz sein und ist aufgrund der Leistungen in dieser Saison auch nötig. Daneben bleibt dann noch die Frage, was im Bereich der sportlichen Führung, sprich: Trainer und Manager passiert. Frei von Kritik sind beide schon lange nicht mehr.

Noch 18

Realität

Ich muss gestehen, dass ich es bis zuletzt nicht wahrhaben wollte. Obwohl Bremen tief unten in der Tabelle stand, war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis die Mannschaft sich fangen würde und wieder in ruhigere Tabellenregionen kommen würde. Nennt mich einen Schönredner oder Träumer! In der Winterpause hatte ich mit einem guten Start in die Rückrunde gerechnet, nachdem die Mannschaft Zeit hatte, sich zu erholen und im Trainingslager auf die kommenden Aufgaben eingeschworen wurde. Nun sind die ersten drei Spiele der Rückrunde absolviert und es bleibt nichts als Ernüchterung. Der Sieg gegen Hoffenheim machte Mut, doch im Rückblick waren die Hoffenheimer einfach zu schlecht. Anschließend gab es den wiederholten Offenbarungseid gegen Köln. Wenn Lukas Podolski gegen dein Team 2 Buden macht und aussieht wie ein Klassespieler, ist das schon ein Schlag in die Magengrube.

Am Samstag also ein 1:3 gegen die Münchener. Klar, die Bayern sind auf dem aufsteigenden Ast und haben ihren Super-Holländer wieder an Bord, mit dem die Bayern in der Hinrunde 10 – 100 Punkte mehr geholt hätten, wie KHR ja so schön sagte. Doch die Art und Weise, wie die Mannschaft nach dem 1:1 in sich zusammen fiel, muss einem schon zu denken geben. Bis dahin konnte man den Bayern noch Paroli bieten und das Spiel einigermaßen offen gestalten. Mertesacker macht den Goalgetter und bringt die Grün-Weißen in Führung. Doch schon beim Ausgleich wird die Flanke auf außen nicht verhindert und Silvestre kommt gegen Robben zu spät. Das 1:2 macht Merte selbst, nachdem sich in der Bremer Abwehr keiner in der Lage sieht, den Ball zu klären. Und beim 1:3 geht Frings in den entscheidenden Zweikampf und hofft darauf, dass Schiri Kinhöfer den Einsatz von Müller schon abpfeift, was er zurecht nicht tat. Am Ende kann man sich ein bißchen auf die Schulter klopfen, doch die Punkte und die Lorbeeren nehmen die anderen mit, die sogar die Zeit finden, sich auf dem Platz noch auf Glocke zu hauen.

Karten und Hände

Ich will hier auch gar nicht die Diskussion um den nicht gegebenen Handelfmeter von Luiz Gustavo anfangen. Meiner Meinung nach ist eine Fehlentscheidung von Kinhöfer und seinem Team gewesen, aber das hat das Spiel nicht entschieden. Da brauch man gar nicht von einer Verschwörung oder einer Bevorteilung der Bayern reden. Das Rot gegen Hamburgs Kacar oder der Elfer gegen Köln waren genauso lächerlich. Bei der roten Karte gegen Wiese bin ich von unserem Tim ziemlich enttäuscht. Ja, er ist frustriert. Ja, er ist oft die ärmste Sau auf dem Platz und wird immer wieder von seinen Vorderleuten im Stich gelassen, doch von einem vermeintlichen Führungsspieler erwarte ich gerade in so einer schwierigen Situation, dass er sich nicht zu so einem Quark hinreißen lässt. Vor allem nicht bei einem Stand von 1:3 und nur zwei oder drei Minuten zu spielen. Ein Glück ist Mielitz mehr als nur solide.

What now?

Nun also sind 20 Spieltage gespielt und Bremen steht mit 22 Punkten noch 3 Punkte vor einem Relegationsplatz. Die nächsten vier Spiele sind Mainz (A), Hannover (H), Hamburg (A) und Leverkusen (H). Nicht unbedingt Selbstläufer und daher stellt man sich gerade schon die Frage, woher die nötigen Impulse für das Team kommen sollen. Vielleicht können die verletzten Spieler ein bißchen Stabilität bringen, wenn sie wieder zurückkommen, doch da bin ich eher skeptisch. Namhafte Zugänge wird es wohl nicht mehr geben. Neben Avdic hat man letzte Woche das Talent Stevanovic aus der zweiten Mannschaft von Schalke 04 verpflichtet und ist wohl dabei, auch Samuel unter Vertrag zu nehmen. Doch bei diesen Spielern handelt es sich eher um langfristige Optionen. Keiner von Ihnen wird per sofort die Abwehr ordnen, das Offensivspiel beleben oder vorne die benötigten Tore machen.

Die sportliche Führung wirkte nach der Niederlage vom Samstag schwer angeschlagen und bei Schaaf frage ich mich, ob er nicht bald die Brocken hinwirft. Wieviele Krisensitzungen sollen noch kommen und wie oft tut er sich das an, dass das Team ihn immer wieder im Regen stehen lässt? Kann das Team überhaupt angemessen auf diese schwierige Situation reagieren, denn der Kader wurde ja nicht mit dem Abstiegskampf vor Augen zusammengestellt. Ziel war eigentlich der gepflegte Offensivkick der oberen Tabellenregionen und nicht der Kampf um jeden Grashalm, der im Keller der Tabelle bitter nötig ist.

Für die Probleme habe ich nicht DIE eine Lösung. Stattdessen führe ich für die Saison eine neue Zeitrechnung ein: Nur noch 18 Punkte bis zur magischen 40-Punkte-Grenze.  Das sind 1,29 Punkte pro Spiel. Das muss irgendwie zu schaffen sein. 18 FTW!

Speechless

Kaum war das zarte Pflänzchen Hoffnung nach dem Spiel gegen Frankfurt ein wenig ergrünt, da stampft die Realität mit schweren Stiefeln alles platt. 0:4 gegen Schalke, die ebenfalls nicht auf der Sonnenseite der Tabelle wohnen. Doch Bremen erweist sich – wie schon beim Spiel gegen Stuttgart – als gern gesehener Aufbaugegner. Der Frust ist groß und guter Rat ist teuer. Der Chor derer, welche die Absetzung von Schaaf fordern und Allfos noch gleich dazu, wird stündlich größer. Dabei darf man bei aller berechtigten Kritik an den beiden auch nicht übersehen, dass weder die Einkaufspolitik noch die taktischen Vorgaben von der Bank etwas damit zu tun haben, dass sich eine Mannschaft innerhalb von zwei Wochen so abschlachten lässt. Da müssen sich auch die Spieler mal deutlich an die eigene Nase fassen. Im worum hieß es, der Ruf nach Konsequenzen für die Spieler (Suspendierungen und Co.) wäre populistisches Gefasel. Stimmt, ist es wohl auch, aber ist der Ruf nach des Trainers Kopf weniger populistisch? Ist es so populistisch, von Profis zu erwarten, wenigstens den grundlegenden Dinge ihres Berufes nachzugehen? Ist eine Trainerentlassung nicht ein nettes Alibi für die Spieler? „Ich würde ja gerne besser spielen, aber ich mag den Mann an der Seitenlinie mit seiner brummigen Art nicht“.

„Der Discokönig“

Sicher, es ist naiv, das Lied von den hochbezahlten Profis zu singen, die keine Leistung bringen. Aber worin liegt die Kunst des „Trainer raus“-Kanons? Nehmen wir uns einmal drei Spieler von gestern raus. Fangen wir mit Aaron Hunt an. Ich habe lange zu Hunt gehalten und immer gehofft, er würde irgendwann den Schritt weiter nach vorne machen. Letzte Saison machte in dieser Hinsicht wieder ein bißchen Hoffnung und er zeigte einige ansprechende Spiele. Doch diese Spielzeit steht er vermehrt im Fokus und es scheint, er würde unter dem Druck zusammenfallen wie ein mißglücktes Soufflé. Gestern „glänzte“ er mit dem Zweikampfverhalten, für das sich eine Slalomstange schämen würde. Bezeichnend die Szene beim 0:2, wo er seelenruhig zuschaut, wie Raùl zum Abpraller sprintet und diesen reinschiebt. Hunt stand in dem Moment ja nur ein paar Meter dichter am Tor, was soll man da schon machen?

Der Strassenfußballer“

Marko Marin ist auch ein Spieler, der weit hinter seinen Erwartungen zurückbleibt. Ja, Schaaf hat am Anfang ein paar Spiele lang versucht, aus dem guten Dribbelkönig einen 10er zu machen. Vielleicht hat er zu lange probiert, Marko in eine Rolle zu drängen, die er offensichtlich nicht mag, aber mittlerweile spielt Marin entweder klassisch auf außen oder als zweiter Stürmer, der um einen zentralen Mittelstürmer wirbelt (was er letzte Saison häufig mit Pizarro praktizieren durfte). Zusammen mit Hunt sollte Marin wohl den Weggang von Özil einigermaßen kompensieren, doch leider macht Marko eher drei Schritte zurück als einen nach vorne. Er trifft oft genau die falsche Entscheidung: er passt, wenn er schießen könnte und umgekehrt. Zudem fällt es ihm schwer, Gegner im Dribbling zu bezwingen bzw. Gegner auf sich zu ziehen, um dann den Ball abzulegen. Mittlerweile wird ihm auch in der Nationalmannschaft der Rang von einigen Spielern abgelaufen, die in letzter Zeit auf sich aufmerksam gemacht haben.

„Der Anker“

Zu guter Letzt kommen wir zu Per Mertesacker. Laut kicker immernoch DER Innenverteidiger der Liga und der Nationalmannschaft. Von einem Spieler mit seiner Erfahrung und seinem Standing würde ich mir wünschen, dass er der ruhende Pol der Mannschaft ist. Doch leider schafft auch Merte es nicht, zum einen die Abwehr einigermaßen zu ordnen und zum anderen fällt er selber durch eklatante Fehler auf. So legt er gestern Raùl das 0:3 mustergültig auf und schon in der ersten Hälfte stand er fünf Meter neben Huntelaar, als diesem eine Flanke genau serviert wurde. Ich würde meinen, dass man einem Merte nicht extra erklären muss, wie torgefährlich der olle Holländer ist.

Vorerst scheint es, als würde Schaaf weiter im Amt bleiben, so hat es zumindest heute Allofs verkündet. Ich weiß nicht, wie es weitergehen wird und ein Patentrezept für die jetzige Situation habe ich auch nicht parat. Vielleicht schmeißt Schaaf auch im Winter von selbst die Brocken hin, weil er sich das nicht mehr geben will. Ich würde es verstehen. Den eine Unterstützung von seiten der Mannschaft sieht einfach anders aus. Wichtig ist, dass man auch mal im Umfeld sich mit Ansagen mal zurückhält. Vor dem Spiel auf Schalke machte Allofs Aussage die Runde, man solle mal eine Serie starten und am besten 15 Punkte aus den verbleibenden 5 Spielen holen. Dabei sollte man doch gelernt haben, dass solche Aussagen immer wieder als Bumerang zurückkommen. Wie oft hatte man in den vergangenen Jahren verkündet, man wolle Platz X erreichen oder Meister werden? Und noch jedesmal quittierte die Mannschaft diese Sprüche mit konsequenter Nichtleistung. Jetzt heißt es, Klappe halten und Leistung bringen. Nicht mehr und nicht weniger.

Einstellungssache

Also, ich habe das Spiel gestern nicht gesehen. Das nur mal vorneweg. Nach dem, was ich von dem Spiel gesehen habe, scheint es ein richtig, richtig mieser Auftritt gewesen zu sein. Wenn Tobias die Frage stellt, ob „…Werder ohne Özil, ohne Pizarro, ohne Naldo und ohne Mertesacker möglicherweise nur Bundesligadurchschnitt ist.„, frage ich mich, welche Mannschaft denn den Ausfall dreier Stützen dauerhaft wegstecken kann, ohne dass sich das qualitativ bemerkbar macht? Ich glaube, dass kann keine BuLi-Mannschaft. Selbst die Bayern warten auf Robben wie auf den Messias.

Tobias hat in obigem Artikel schon die taktischen Aspekte beleuchtet und Johan hat sich damit auch auseinandergesetzt, so dass ich nur folgendes anfügen möchte: Das Schaaf Marin wieder hinter die Spitzen stellt und ihn damit mehr oder weniger zum Spielmacher ernennt, ist bitter. Ich dachte, spätestens das Tottenham-Spiel hätte dies gezeigt und da muss sich Schaaf fragen lassen, warum er mit solchen taktischen Maßnahmen noch mehr Verunsicherung in die Mannschaft bringt.

Auf der anderen Seite kann man an die Mannschaft auch die Frage nach der Konzentration und Einstellung adressieren. Während man gegen die Bayern schnell im Spiel war und gut gespielt hat (auch wenn die Bayern noch nicht in Topform sind), hat gegen Tottenham jeglicher Biss und vor allem auch die Konzentration gefehlt. Wenn ich dann sehe, dass Silvestre im gestrigen Spiel 31 Fehlpässe raushaut, so kann das doch nicht allein an der Taktik liegen, oder bin ich da zu naiv? Genauso die individuellen Fehler vor den Gegentoren. Das kann ja nicht an Schaaf liegen, denn ich denke, er wird dem Team ja nicht ans Herz legen, die Sache locker anzugehen.

Nun ist der Fehlstart komplett mit gerade einmal 4 Punkten aus 4 Spielen. Am Dienstag geht es gegen Hannover und sowohl Trainer als auch Mannschaft können zeigen, ob sie aus den Fehlern gelernt haben. Schaaf muss der Mannschaft endlich die passende Taktik geben, und nicht die Spieler in Rollen zwingen, die sie nicht ausfüllen können. Die Mannschaft sollte mal wieder zeigen, dass sie ein Spiel auch über 90 Minuten voll konzentriert spielen kann. Und zwar auch, wenn der Gegner nicht Bayern München heißt.

Lackmus-Test

Vor dem Spiel gegen die Bayern am kommenden Samstag werden die Personalsorgen nicht kleiner. Vorne fehlt uns Claudio Pizarro immer noch aufgrund seiner im Spiel gegen Köln erlittenen Muskelverletzung. Doch sein Ausfall lässt mich noch einigermaßen unbeeindruckt, da ich unsere Offensive für stark genug halte, auch ohne Pizarro für Tore zu sorgen.

Hinten hingegen fällt neben Naldo nun auch Per Mertesacker aus. Im gestrigen Spiel der EM-Qualifikation rammte ihm sein Gegenspieler Dzavadov bei einem Kopfballduell den Ellenbogen ins Gesicht und Per muss ausgewechselt werden. Die Diagnose lautet: Bruch des Augenhöhlenbodens. Merte fällt mindestens für die nächsten beiden Pflichtspiele gegen die Bayern und in der CL gegen Tottenham aus.

Damit wird es hinten sehr eng. Entweder Schaaf lässt hinten Prödl und Pasanen in der IV ran und stellt Silvestre auf links. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Schaaf evtl. Silvestre als IV aufbietet und dann daneben entweder Pasanen oder Prödl auflaufen lässt. Auf jeden Fall ist es nun die Chance für die zweite Garde in der IV sich zu beweisen und dies auf allerhöchstem Niveau. Geht es schief, höre ich schon das Gejaule, dass die Mannschaft nicht in allen Bereichen doppelt besetzt ist. Schließlich brauchen wir einen Kader von 22 völlig gleichwertigen Spielern und wenn einer ausfällt, darf das keine Auswirkungen haben.

Mal sehen, was die Mannschaft und vor allem die „Notabwehr“ am Samstag und am nächsten Mittwoch daraus machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Spiele positiv gestalten können, zumal weder die Bayern noch Tottenham jetzt in einer Form sind, die einem Angst einjagt. Unseren bayerischen Freunde haben selbst Probleme in der IV und vorne ist man noch weit von der Form der letzten Rückrunde entfernt. Tottenham ist in der Liga mittelprächtig gestartet und hat am letzten Spieltag ein 0:1 gegen Wigan an der heimischen White Hart Lane hinnehmen müssen.